Sozialberufe unverhältnismäßig schlecht bezahlt

Streiks im Sozialbereich drohen

Sonntag, 03. Februar 2019 | 10:50 Uhr

Die Gewerkschaft legt im Ringen um den neuen Kollektivvertrag für die Sozialwirtschaft einen Gang zu: Der ÖGB hat für die 100.000 Beschäftigten in der Sozialwirtschaft die Streikfreigabe erteilt. Am Montag werden die Beschäftigten in Betriebsversammlungen informiert und “vorsorglich” Streikmaßnahmen auf Betriebsebene beschlossen, teilten die Gewerkschaften GPA-djp und vida am Sonntag mit.

Die dritte Verhandlungsrunde für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurde in der Nacht zum 31. Jänner nach 18 Stunden ergebnislos unterbrochen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag, 7. Februar, angesetzt. Sollte diese scheitern, könne man dann “unverzüglich weitere Aktionen starten”, erklären die Gewerkschaftsvertreter die Streikvorbereitungen. Sie sehen eine “hohe Bereitschaft, für einen guten Abschluss zu kämpfen”. Bei einem Protestmarsch vergangene Woche gingen laut Gewerkschaft rund 3.000 Menschen auf die Straße.

Die Gewerkschaften verlangen nicht nur eine “starke Gehaltserhöhung” (vida-Verhandlerin Michaela Guglberger), sondern auch “endlich eine Antwort auf die Arbeitszeitthemen wie Arbeitszeitverkürzung, Verbesserungen bei geteilten Dienste und bessere Urlaubsregelungen” (stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Reinhard Bödenauer). Das Arbeitgeberangebot von 2,5 Prozent erachten die Arbeitnehmervertreter als bei weitem nicht ausreichend.

Von: apa

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