Bau zweier Reaktoren wird wieder aufgenommen

Südkorea kehrt Ausstieg aus Atomenergie um

Dienstag, 05. Juli 2022 | 18:40 Uhr

Um aufs weltweite Streben nach CO2-Neutralität, die Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts und die Unsicherheiten bei der Energie-Versorgungskette zu reagieren steigt Südkorea aus seinem schrittweisen Atomausstieg aus. Die Regierung unter dem Vorsitz des neuen Präsidenten Yoon Suk Yeol billigte am Dienstag einen energiepolitischen Kurs, der den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bis 2030 auf bis zu 30 Prozent erhöhen soll.

Um das Ziel zu erreichen wird sogar der Bau zweier Reaktoren wieder aufgenommen. “Diese 30 Prozent hängen von der Voraussetzung ab, dass die Nuklearanlagen, die sich im Bau befinden, normal betrieben und solche, die derzeit in Betrieb sind, weiter laufen werden”, teilte das Industrieministerium mit.

Yoon hatte die Präsidentenwahl im März als konservativer Oppositionskandidat gewonnen und im Mai sein Amt für fünf Jahre angetreten. Sein linksliberaler Vorgänger Moon Jae hatte 2017 erklärt, die Abhängigkeit des Landes von Atom- und Kohlekraft reduzieren zu wollen, um damit möglichst die Energiewende einzuleiten. Die Pläne zum Bau neuer Reaktoren sollten gestoppt und die Stromgewinnung aus der Kernenergie bis 2030 auf 24 Prozent gesenkt werden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei gut 27 Prozent.

Die jetzige Regierung will bis 2030 die Importabhängigkeit bei fossilen Brennstoffen durch den Ausbau der Kernenergie und erneuerbarer Energie von knapp 82 Prozent (2021) auf 60 Prozent senken.

Von: APA/dpa

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1 Kommentar auf "Südkorea kehrt Ausstieg aus Atomenergie um"


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traktor
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Kinig
1 Monat 1 Tag

die denken weiter, bravo

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