25 Gemeinden und 26 Fraktionen betroffen

Südtirol will Wohnungsverkauf an Nicht-Einheimische beschränken

Mittwoch, 03. Oktober 2018 | 16:10 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Landesregierung will den Wohnungsverkauf an Nicht-Einheimische beschränken und zwar in all jenen Gemeinden, in denen es mehr als zehn Prozent Zweitwohnsitze gibt. Die Landesregierung erließ dafür eine Liste, in welchen Gemeinden und Fraktionen die Wohnungen zu 100 Prozent “konventioniert” werden müssen, also nur von einheimischen Personen gekauft werden dürfen.

Als einheimisch gelten all jene Personen, die ihren Wohnsitz bereits seit fünf Jahren in Südtirol haben oder ein Arbeitsverhältnis in Südtirol nachweisen können. Betroffen davon sind 25 Gemeinden und 26 Fraktionen. Diese Regelung soll bis zum 31. Dezember 2019 gelten. Ab dem 1. Jänner 2020 wird die Landesregierung die Gemeinden und Fraktionen neu festlegen, hieß es.

Als Grundlage für die Feststellung von Zweitwohnungen wurde, in Absprache mit dem Rat der Gemeinden, die Tourismusabgabe laut Regionalgesetz herangezogen. Der Gemeindeverband hat dann eine Erhebung der Wohnungen nach Gemeinden und Fraktionen durchgeführt. Bei der Festlegung der Fraktionen wurden nur jene berücksichtigt, die eine Gesamtwohnungsanzahl von mindestens 50 Wohnungen aufwiesen.

Grundlage dafür ist ein Gesetz, das der Südtiroler Landtag am 8. Juni verabschiedet hatte. Der Gesetzgeber sah Handlungsbedarf, weil in einigen Landesteilen aufgrund der zunehmenden Knappheit an Baugrund der Wohnraum für die ansässige Bevölkerung finanziell kaum mehr erschwinglich ist.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Südtirol will Wohnungsverkauf an Nicht-Einheimische beschränken"


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perigord
perigord
Grünschnabel
20 Tage 10 h

Deshalb sinken die Preise nicht , es wird wahrscheinlich weniger gebaut , halte wenig von diesem Gesetz, auch deshalb weil es schon Regelungen gibt und mehr als die Hälte den Einheimischen vorbehalten sind

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
20 Tage 9 h

Ein solcher Gesetzentwurf ist top für die anstehenden Wahlen, vor dem Verfassungsgericht aber fast sicher ein flop.

Grünschnabel
20 Tage 8 h

2020 ändern Sies dann wieder .

Windfänchien !!!

Erwin
Erwin
Grünschnabel
20 Tage 7 h

Hot Ungarn schun 25 Jahre des Gesetz!Weil mehr als die hälfte der Fläche Ungarns nicht mfhr den Ungarn gehört!Ober di meisten die trotzdem kaufn tun beim Kaufvertrag an Ungar mit 1% in den Vertrag hinein und sind wieder in Ordnung!

Gredner
Gredner
Superredner
20 Tage 5 h

Die Wohnungen die nicht konventioniert sind, werden dadurch noch teurer. Freie Kubatur ist fast ausschliesslich im Ortskern zu finden – dort zu leben können sich die Einheimischen dann nicht mehr leisten. Bereits jetzt sehen wir, dass leere Wohnungen im Zentrum von St.Ulrich fast aussliesslich über Immobilienagenturen teuer verkauft werden. Die Zentren geraten in fremde Hände und sterben aus.

Gredner
Gredner
Superredner
20 Tage 5 h

Mir fehlt hier der Zusammemnhang zwischen Zweitwohnsitze und Tourismusabgabe.

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
20 Tage 7 h

Kaufen darf jeder eine konventionierte Wohnung, nur darin wohnen können nur jene mit den entsprechenden Voraussetzungen

So ist das
So ist das
Superredner
19 Tage 20 h

Diese Wahlwerbung kommt Jahre zu spät und hat wohl auf die Preise keinen Einfluss.

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