Fernwärme ist wertvoll

Südtiroler Energieverband begrüßt Beschluss der Landesregierung

Mittwoch, 20. Juli 2022 | 17:26 Uhr

Bozen – Der Südtiroler Energieverband SEV begrüßt den Beschluss der Südtiroler Landesregierung, die Förderung für die Erweiterung von Fernwärme-Erzeugungsanlagen wieder aufzunehmen. Im Dezember 2019 hatte die Landesregierung diese Förderung mit ihrem Beschluss über „die Aussetzung von Maßnahmen für die Gewährung von Beiträgen zur Nutzung erneuerbarer Energien“ überraschend gestrichen. Somit kommt man den Forderungen des SEV und der Fernwärmebetreiber nach, die die Wiedereinführung dieser Beiträge gefordert hatten.

„Fernwärme ist nachhaltig und klimafreundlich und hat angesichts des rasanten Anstiegs der Preise für fossiles Gas einen Kostenvorteil“, sagt SEV-Präsident Hanspeter Fuchs. „Hier hat wohl ein Umdenken stattgefunden. Unsere Fernheizwerke sind ein schließlich gutes Beispiel dafür, wie wertvoll im eigenen Land erzeugte erneuerbare Energie heute ist“, erklärt dazu der Generaldirektor des SEV-Rudi Rienzner.

Mit 78 Anlagen verfügt Südtirol heute über die höchste Konzentration von Biomasse-Fernheizwerken in Italien. Etwa 18.000 Südtiroler Haushalte werden mit „grüner“ und kostengünstiger Fernwärme versorgt. Während die Öl- und Gaspreise stark ansteigen, haben sich die Einkaufspreise für Hackschnitzel oder Rundholz kaum verändert. Stichwort regionale Wirtschaftskreisläufe: 66 Prozent der in den Südtiroler Heizwerken verfeuerten Biomasse stammen aus Südtirol, das Waldhackgut wird häufig direkt von den Bauern angeliefert. Nur 34 Prozent ihres Brennstoffs importieren die Südtiroler Heizwerke aus dem nahen Ausland oder dem benachbarten Trentino.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Südtiroler Energieverband begrüßt Beschluss der Landesregierung"


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ieztuets
ieztuets
Tratscher
27 Tage 13 h

Bitte auch Förderungen für die Privaten bei den Anschlussgebühren/-arbeiten an die Fernwärme plus Deckelung der Preise der Wärmelieferung wenn das Hackschnitzelgut schon unverändert ist… frage mich dann nur warum Pellets und Brickets nahezu das Doppelte gegenüber letztem Jahr kosten müssen?!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
27 Tage 12 h

Fernwärme mag nachhaltig sein, Heizkosten durch gute  Isolierung senken (weniger Wärme brauchen) ist es aber um so mehr….

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
27 Tage 12 h

die dezentrale Produktion und Speicherung von Strom über PV-Anlagen auf jedem Gebäude in Südtirol sollte massiv gefördert werden…. da könnte man einiges herausholen, da ohne Wasser Stromproduktion aus Wasserkraft in Zukunft ein Problem werden könnte…. Sonne gibt es zur Zeit mehr als genug!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
27 Tage 12 h

….. es sollte schleunigst auf Geothermie gesetzt werden, unerschöpfliche Energiequelle! Fernwärme hat im Winter Sinn, jedoch im Sommer nicht. Damit ist auch die Stromproduktion durch Fernwärme außerhalb der Heizzeit kein Thema….

ieztuets
ieztuets
Tratscher
27 Tage 12 h

Geothermie ist in der Einzelanschaffung (Wärmepumpe und Bohrung – wo sich zudem anderweitige “Fündigkeitsprobleme” ergeben können – je Tiefe an die 30/40.000€ plus Anpassungsarbeiten im Haus) auch im Betrieb sehr teuer, da hoher Stromverbrauch (ca. 100€/Monat)!

brunner
brunner
Universalgelehrter
27 Tage 8 h

Kostenvorteile? Die Kosten bei Fernwärme sind ins Horrende gestiegen….so siehts aus

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