Gleicher Lohn aus Gerechtigkeit

SVP-Frauen und -Arbeitnehmer unterstützen Equal Pay Day

Donnerstag, 16. April 2015 | 16:17 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Frauenbewegung der SVP unterstützt den Equal Pay Day: „Dieser Tag ist wichtig, um auf die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern aufmerksam zu machen. Viele Frauen werden sich im Rahmen von Veranstaltungen rund um diesen Tag erst bewusst, dass sie weniger verdienen oder dass ihre Entlohnung Auswirkungen auf ihre Rente haben wird. Nur ein angemessenes Einkommen kann Frauen vor Armut im Alter schützen“, erklärt SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard.
 
Frauen werden oft schlechter bezahlt, beziehungsweise verlangen auch freiwillig weniger, um überhaupt einen Job zu  bekommen. Zudem bedeute weniger Lohn nicht, dass Frauen weniger arbeiten würden. „Frauen leisten noch immer den Großteil der unbezahlten Haus- und Famiilenarbeit.“

Weiters: „Wem über Jahrzehnte vermittelt wird, ‚sei froh, wenn du arbeiten kannst‘, die wird auch bei Gehaltsverhandlungen kein großes Selbstbewusstsein an den Tag legen“, sagt Gebhard und spricht daher allen Frauen Mut und Zuversicht zu: „Es gibt keinen Grund, warum die Arbeit von Frauen weniger wert ist, als die der Männer: Deshalb kämpfen wir für die Frauen!“, betont SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard.

SVP- Arbeitnehmer: „Frauen verdienen Einkommensgleichheit“
 
Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen in der SVP, Helmuth Renzler, unterstützt den in Südtirol am kommenden Freitag stattfindenden Aktionstag „Equal Pay Day – Tag der gleichen Entlohnung von Frauen und Männern“. Wenn gleichwertige Arbeit unterschiedlich entlohnt wird, dann wirke sich das in vielerlei Hinsicht äußerst negativ aus.
 
Im Durchschnitt verdienen Frauen in der Europäischen Union etwa 17 Prozent weniger als Männer. Der „Equal Pay Day“ steht deshalb symbolisch für die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau. Gründe für diese Lohndifferenz gibt es viele: Doppelbelastung Familie und Beruf, Teilzeitarbeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, Ausbildung, Pflege von Kindern und Angehörigen, Arbeitszeiten, Berufserfahrung, Berufsjahre, familienbezogene Erwerbsunterbrechungen, nicht entsprechende Entlohnung – beispielsweise Berufe im sozialen Bereich, Bonus- und Prämienvergabe, zeitliche Flexibilität, Einstufung von Arbeitsaufgaben oder Unterbewertung der Arbeit.
 
„Dieser Tag soll ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern zum konkreten Handeln. Denn die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern ist nicht nur höchst ungerecht, sondern sie wirkt sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes aus. Weniger Einkommen bedeutet weniger Konsum, weniger Investitions-Spielraum von Familien und vor allem weniger Rentenvorsorge“, gibt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler zu bedenken.
 
Die Beseitigung von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen bringe Vorteile für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen: faire Renten, finanzielle Unabhängigkeit, Vermeidung von Armutsgefahr, Stärkung der Erwerbsarbeit, verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Aufwertung von spezifischen Berufsbildern.
 
„Viele Frauen können beispielsweise aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen weniger Überstunden machen, dadurch verringern sich automatisch ihre Einkommen und zukünftigen Pensionsansprüche. Diese Tatsachen sind nicht von der Hand zu weisen und benachteiligen Frauen. Die Erwerbstätigkeit von Frauen gehört deshalb stärker gefördert und ihre Entlohnung auch gleichzeitig strenger kontrolliert. Unsere Frauen verdienen sich das“, fordert der Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen in der SVP.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen