Treffen mit IT-Landesrätin Waltraud Deeg

SVP-Wirtschaft: “Schneller und qualitativer Breitband-Ausbau”

Freitag, 04. September 2015 | 17:15 Uhr

Bozen – Anlässlich der jüngsten Sitzung der SVP-Wirtschaft auf Landesebene hat Landesrätin Waltraud Deeg die Mitglieder über ihr aktuelles Konzept für den Breitbandausbau informiert. „Ein schneller und qualitativer Ausbau des Breitbandnetzes muss rasch vorangetrieben werden, damit unsere Betriebe im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben“, fordert die SVP-Wirtschaft.

Landesweit verfügbar, leistungsfähig und offen soll das Breitbandnetz sein, welches der IT-Landesrätin Waltraud Deeg unter der Bezeichnung „Südtirolnetz“ vorschwebt. Die SVP-Wirtschaft begrüßt dieses Vorhaben und sieht darin höchste Priorität.

Um die Umsetzung dieser Ziele effizient und zeitnah voranzutreiben setze man auf drei Säulen. In der Ausbauphase gehe es darum, Synergien zu nutzen, also die Glasfasern in bereits bestehende Rohre oder bei Grabungsarbeiten für andere Zwecke schon mitzudenken. Die zweite Säule sehe vor, finanzielle Fördermaßnahmen auszuloten – auch auf EU-Ebene. An dritter Stelle müsse es gelingen, unterschiedliche Breitbandtechnologien sinnvoll zu kombinieren. „Wir brauchen ein offenes und flächendeckendes Breitbandnetz in öffentlicher Hand, um eine hohe Netzqualität garantieren und Bürgern wie Wirtschaft bestmögliche Konditionen anbieten zu können“, zeigte sich Landesrätin Deeg überzeugt.

„Ein gut funktionierendes Breitbandnetz ist Voraussetzung um die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft zu fördern und auch die Betriebe in der Peripherie  zu stärken“, betont Josef Tschöll, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft. Es müsse dabei auf alle Technologien gesetzt werden, da es Gebirge nicht überall möglich sei, Glasfaser zu verlegen. Die Bezirksvertreter wiesen auf die Problematik der Finanzierung der „letzten Meile“ hin und appellierten für eine Lösung, welche für die Gemeinden finanziell tragbar sei. Nur im Schulterschluss von Gemeinden und Land sei das Südtirolnetz umsetzbar. Zur Thematik rund um die Brennercom hält Josef Tschöll fest, dass es das Ziel sein müsse, durch einen sachlichen Dialog die bestmögliche Lösung für Südtirol zu finden, mit welcher alle Beteiligten zufrieden sein können. Das Ziel der Landesregierung, bis Ende 2020 eine möglichst flächendeckende Versorgung mit schnellen Breitbandhochleistungszugängen zu schaffen, werde von Seiten der Wirtschaft jedenfalls mit aller Kraft unterstützt.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen