Wartung beendet

Swiss nimmt am Donnerstag regulären Flugbetrieb wieder auf

Mittwoch, 16. Oktober 2019 | 20:29 Uhr

Die wie die AUA zur Lufthansa-Gruppe gehörende Swiss kann ab Donnerstag den regulären Flugbetrieb wieder aufnehmen, nachdem am Dienstag und Mittwoch an den Triebwerken der Flugzeuge vom Typ C-Series/A220 eine Inspektion durchgeführt werden musste. Die Triebwerke seien in einwandfreiem Zustand, teilte die Swiss am Mittwochabend mit.

Die Swiss hat die Inspektion an den 29 Flugzeugen mit Hochdruck vorangetrieben. Bisher seien 23 Flugzeuge der Flotte inspiziert worden und in den Flugbetrieb zurückgekehrt, hieß es weiter. Die Untersuchungen an den restlichen Maschinen würden in der Nacht auf Donnerstag durchgeführt.

Der Auslöser war ein erneuter Vorfall mit einer C-Series, die ein Triebwerk von Pratt & Whitney hat. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es mehrere Triebwerkspannen gegeben. Im August etwa hatte eine Maschine auf dem Weg nach London über Frankreich Triebwerksteile verloren und musste in Paris zwischenlanden.

Die Arbeiten an den Triebwerken haben am Dienstag und Mittwoch zu spürbaren Einschränkungen im Flugbetrieb der Swiss geführt. An die 100 Flüge mussten annulliert werden und rund 10.000 Passagiere waren davon betroffen. Die Mittelstreckenjets des kanadischen Unternehmens Bombardier setzt die Swiss auf Destinationen in Europa ein.

Die Swiss bedauert den Vorfall und die vielen Flugausfälle. Die Gesellschaft betont aber auch, dass die Sicherheit der Kunden und der Crew für sie “oberste Priorität” genieße. Weitere Aussagen zur Ursache der Vorfälle könne man nicht machen, da die leitende Untersuchungsbehörde die Kommunikation in diesem Fall führe.

Die Probleme mit den Vorzeigemaschinen sind ein herber Rückschlag für die Swiss. Die 29-Bombardier-Flieger machen knapp die Hälfte der Europaflotte der Fluggesellschaft aus.

Das Paradepferd der Swiss hatte ab 2016 schrittweise die veralteten Jumbolinos ersetzt. Die Maschinen verbrauchen deutlich weniger Treibstoff und können mehr Passagiere transportieren als die Jumbolinos, womit die Swiss mehr Geld verdienen kann.

Von: APA/ag.

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