Vorbereitungen für die Berufsweltmeisterschaft

Taiwan misst sich mit Südtirol

Mittwoch, 24. Juni 2015 | 12:40 Uhr

Bozen – Die Vorbereitungen der Südtiroler Teilnehmer für die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills São Paulo 2015“ laufen auf Hochtouren. Im Berufsbildungszentrum Bozen findet zurzeit ein Vorbereitungswettkampf für Installateure von Heizungs- und Sanitäranlagen statt, bei dem sich der Südtiroler Teilnehmer, Matthias Messner aus Wiesen, und der Teilnehmer des taiwanesischen WM-Teams messen.
 
19 Südtiroler starten in wenigen Wochen ins brasilianische São Paulo, um zusammen mit über 1.000 anderen jungen Lehrlingen und Gesellen aus aller Welt, an den WorldSkills 2015 teilzunehmen und ihre beruflichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Unter ihnen befinden sich auch 40 Teilnehmer aus Taiwan, von denen einer sich gerade in Bozen auf den Wettbewerb vorbereitet. Ganze fünf Tage bzw. 21 Arbeitsstunden haben Matthias Messner, Goldmedaillengewinner bei der Landesmeisterschaft der Berufe 2014, und Hsiang-Shun Chang, der für Taiwan in den Wettkampf startet, zum Lösen einer nachgestellten Wettbewerbsaufgabe im Bereich der Heizungs-und Sanitärinstallationen. „Wir halten uns bei diesem Training absichtlich an die internationalen Wettkampfstandards, damit die beiden Kandidaten eine wirklichkeitsgetreue Situation erleben. Nur so sind sie für São Paulo gewappnet, denn die Konkurrenz wird unglaublich stark sein,“ erklärt Fachexperte Lorenz Rier, der den Südtiroler Kandidaten Matthias Messner seit Monaten auf die WM-Teilnahme vorbereitet. „Die internationalen Standards sind sehr hoch, das Ganze ist eine große Herausforderung für mich“, so Messner, der bereits in Deutschland und in der Schweiz an Ländertrainings mitwirkte und sich ein Bild der Konkurrenz machen konnte.

Für den jungen Installateur aus Taiwan ist es das erste Mal, dass er außerhalb seiner Landesgrenzen für den Wettbewerb trainiert. „Ich sammle hier die ersten praktischen Wettkampferfahrungen“, erzählt der 19-Jährige, der in seiner Heimat noch zur Schule geht. Von Südtirol ist er begeistert. „Am besten gefällt mir die Landschaft und die netten Menschen. Ich knüpfe wichtige Kontakte, lerne sehr viel und erwarte mir solche positiven Erfahrungen auch von der WM“, lautet sein Fazit.

Höchste Konzentration und viel Geschick werden nötig sein, um die komplizierten Aufgaben unter Zeitdruck bestmöglich zu absolvieren. Am 11. August, wenn in São Paulo dann der Startschuss für die Berufs-WM fällt, werden sich die beiden erneut gegenüberstehen. Dann wird sich zeigen, wer die Erfahrungen der zahlreichen Trainings besser umsetzen kann. Die Fans zu Hause drücken schon jetzt die Daumen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen