Verbesserungen für 7.500 Mitarbeitende

Teilvertrag für Sozialbereich ist unterzeichnet

Montag, 08. August 2022 | 16:46 Uhr

Bozen – Heute ist der Teilvertrag für die Mitarbeitenden der Sozialdienste und der Seniorenwohnheime unterzeichnet worden. Damit wird der Weg frei für mehrere Verbesserungen.
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­Seit Anfang des Jahres wurde über den Teilvertrag für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenwohnheime und der Sozialdienste verhandelt. Die öffentliche Delegation bestand dabei aus Vertretungen des Landes, des Gemeindenverbandes, der Bezirksgemeinschaften und des Verbandes der Seniorenwohnheime, die Arbeitnehmerseite wurde von den entsprechenden Gewerkschaften vertreten. Nach dem Verhandlungsabschluss Ende Juli wurde heute der Teilvertrag von allen verhandelnden Parteien unterzeichnet.

Damit kann der Vertrag in Kraft treten und die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten 50 Millionen Euro den 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Gute kommen. Verbesserungen ergeben sich in besonderer Weise für die Mitarbeitenden in den Wohndiensten für Senioren und für Menschen mit Behinderungen, vor allem im Hinblick auf Aufgabenzulagen und Turnusdienste. Auch bei den Aufgabenzulagen weiterer Berufsbilder und bei denen der mittleren Führungsebene wie Pflegedienstleitende und Bereichsleitende gibt es gezielte Verbesserungen. Von großer Bedeutung ist auch die Auszahlung einer einmaligen, außerordentlichen Prämie für die Mitarbeitenden der delegierten Sozialdienste und der Seniorenwohnheime. Durch die Einführung und Regelung der Berufsbilder “Sozialbetreuer/in in Ausbildung” und “Pflegehelfer/in in Ausbildung” wird die rechtliche Basis geschaffen, um wohnortnahe und berufsbegleitende Ausbildungen auch im Sozial- und Pflegebereich künftig stärker forcieren zu können.

Für die Soziallandesrätin ist die Unterzeichnung des Vertrages ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, da nur damit die bereitgestellten Geldmittel ausbezahlt und weitere Verbesserungen in Kraft treten können. Gleichzeitig sei man sich bewusst, dass weitere Verhandlungen folgen müssten, vor allem im Hinblick auf den bereits spürbaren und künftig noch stärker erwarteten Fachkräftemangel im Sozial- und Pflegebereich. Das Vorhaben, die Gespräche unmittelbar weiter zu führen, um zusätzliche Verbesserungen mittel- und langfristig umzusetzen, wird auch vom Landeshauptmann unterstützt. Schließlich sei die Aufwertung der Sozialberufe ein wichtiges gemeinsam getragenes Anliegen der Südtiroler Landesregierung.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Teilvertrag für Sozialbereich ist unterzeichnet"


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Fighter
Fighter
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Behaltet euch die Prämien, denn die werden sowieso wieder abgezogen. Das ganze ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Wieso wird nicht der Grundlohn angehoben??? Wieso wird nicht weniger Steuer abgezogen??? Das wären Maßnahmen die den Arbeitnehmer auch auf dem Lohnzettel etwas bringen.

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

@Fighter…. mit einem Bereichsvertrag wird man die steuerlichen Aspekte kaum regeln können. Steuersätze sind staatliche Kompetenz. Ist es wirklich relevant, an welcher Stelle des Lohnstreifens der zusätzliche Lohn herkommt? Immerhin 50 Mio €. Warum soll die Prämie wieder abgezogen werden? Da ist jemand im Zwist mit sich selbst?

Fighter
Fighter
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Mir ist es gleich wie und was oder wer was regelt, aber es ist sehr wohl relevant, an welcher Stelle des Lohnstreifens wo und was steht, denn zählen tut letztendlich nur das was ich überwiesen bekomme und das ist viel zu wenig für diese Arbeit.

harry
harry
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Schade, eine Krankenpfleger/in oder Pflegehelfer/in im Krankenhaus leistet scheinbar nicht die selbe Arbeit.

Savonarola
1 Monat 21 Tage

peanuts

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Man wird erst tätig wenn die Hütte lichterloh brennt. Außerdem, es gibt auch noch andere (soziale) Berufsbilder. Sozialassistenten z.B., Krankenpfleger und Pflegehelfer die ebenso auf eine Aufwertung ihrer Berufsbilder warten. Angst macht mir die Aussage, dass sich dieser Pflegenotstand die nächsten Jahre noch mehr zuspitzen wird. Wohin soll das alles eigentlich noch führen?

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