Tesla-Chef Musk im Vorjahr bei einem Baustellenbesuch

Tesla-Chef: Produktionsstart in Deutschland bis Dezember

Samstag, 09. Oktober 2021 | 19:10 Uhr

Tesla-Chef Elon Musk will spätestens im Dezember in Deutschland die ersten Elektroautos für Europa produzieren. Dies kündigte der Firmenchef am Samstag bei einem Tag der offenen Tür in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide bei Berlin an. Danach werde es bis Ende nächsten Jahres dauern, bis die Produktion hochgefahren sei. Bis dahin solle auch eine noch im Bau befindliche Batteriefabrik neben dem Autowerk in Betrieb sein, sagte Musk.

Musk hatte die sogenannte Giga Factory Ende 2019 angekündigt und in weniger als zwei Jahren errichtet. Dort sollen künftig etwa 12 000 Mitarbeiter bis zu 500 000 Elektroautos im Jahr bauen. Dabei sollen nach Unternehmensangaben möglichst vielen Teile an Ort und Stelle produziert werden, um von Zulieferern unabhängig zu werden.

Musk hat für den Bau der Fabrik allerdings bisher nur vorzeitige Zulassungen. Die letzte umweltrechtliche Genehmigung für das Gesamtprojekt steht noch aus, noch läuft die Erörterung von mehreren hundert Einwänden. Kritiker bemängeln, dass der Industriebau teils in einem Wasserschutzgebiet entsteht. Sowohl Gegner als auch Befürworter des Vorhabens rechnen aber damit, dass die Genehmigung in den nächsten Wochen erteilt wird.

Musk verteidigte sein Projekt gegen Bedenken, dass die Produktion zu viel Wasser aus der Region abzweige. “Unsere Fabrik verbraucht sehr wenig Wasser”, sagte er. Teslas Mission sei ein möglichst schneller Übergang zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz. Zugleich warb er um qualifizierte Mitarbeiter aus ganz Europa. “Ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass wir nicht in der Lage sein werden, genug Leute einzustellen”, sagte Musk.

Für den Tag der offenen Tür namens “County Fair” hatten die Behörden bis zu 9000 Menschen gleichzeitig zugelassen. Vor der Autofabrik tummelten sich bei bestem Wetter Hunderte Menschen auf einer Art Volksfestplatz mit Riesenrad und Würstchenbuden.

Besucher mit vorbestellten Tickets konnten das Werk besichtigen und auch im Tesla Model Y Probe fahren, das in Grünheide produzierte werden soll. In der Fabrik laufen bereits Roboter auf Fertigungsstraßen im Testbetrieb. Tesla betont vor allem die Bedeutung der eigenen Druckgussanlage und der hochmodernen Lackiererei.

Die Polizei meldete stockenden Verkehr auf Zufahrtsstraßen, aber keine größeren Probleme. Tesla hatte die Besucher aufgefordert, mit der Bahn zu kommen.

Das Autowerk vor den Toren Berlins gilt als eines der wichtigsten Industrieprojekte in Ostdeutschland. Die Errichtungskosten veranschlagte Musk ursprünglich auf 1,1 Milliarden Euro, erklärte aber zwischenzeitlich, das Budget werde überschritten. Für die Batteriefabrik steht Tesla öffentliche Förderung in Aussicht, die nach Medienberichten ebenfalls 1,1 Milliarden Euro betragen könnte.

Insgesamt soll nach Unternehmensangaben eine “mittlere einstellige Milliardensumme” investiert werden. Spekulationen über vier bis fünf Milliarden Euro seien nicht falsch, hieß es am Samstag. Genauere Informationen gab es nicht. Auf der Baustelle sollen in der Spitze bis zu 3500 Menschen beschäftigt gewesen sein. Zudem würden bereits Mitarbeiter für die Produktion eingestellt, hieß es weiter.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Tesla-Chef: Produktionsstart in Deutschland bis Dezember"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
11 Tage 20 h

Das Geld was er von den Berlinern bekommen hat, hat er damals in Bitcoin investiert, um gleich danach andere Kryptowaehrungen schlecht zu reden. Diese andere Kryptowaehrung hat daduch an Wert Verloren….. das soll einer noch verstehen!  

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
11 Tage 8 h
Bei den Tesla-Euronen blick ich nicht durch. Teils aus D, teils EU. “bei Projekten von mehr als 100 Millionen Euro [können] bis zu 6,8 Prozent der Investitionssumme als Beihilfe aus dem GWR-Topf bezahlt werden. Von bis zu vier Milliarden Euro, die Tesla in seine vierte Gigafacory stecken will, ist die Rede. Dann könnten die Beihilfen bis zu 270 Millionen Euro betragen. Welche Summe bislang bereits konkret beantragt wurde, wollen weder die Brandenburger Staatskanzlei noch Tesla selbst verraten. Und nicht nur bei den GWR-Mitteln könnte Tesla Staatshilfe in Anspruch nehmen – zusätzlich könnte auch die Ausbildung von Mitarbeitern für die Gigafactory… Weiterlesen »
Zugspitze947
11 Tage 5 h

ischwurscht : das ist gut zu verszehen :er hat sein Schnäppchen sicher gemacht ,nach mir die Sündflut 👌😝😢

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
10 Tage 21 h

Ich habe gehoert, dass Tesla bis zu 1.000.000.000€ bekommen haben soll, zwiischen direkter u indirekter Hilfen!!!!

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
10 Tage 21 h

so ists gewesen….
nicht umsonst ist er , Musk, mit Bezos, zusammen der reichste Mensch auf Erden!

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
10 Tage 10 h

@ischJOwurscht …er versteht es, überall das Geld vom Steuerzahler abzugreifen…
🤪

Galantis
Galantis
Grünschnabel
11 Tage 5 h

Höchste Zeit, daß die Produktion bald abläuft und ich in den Besitz eines deutschen Tesla komme!

Zugspitze947
11 Tage 5 h

Fragt sich nur wer diese E-Schrottkarren kaufen soll ? Ich glaube kaum dass die Masse in Deutschland abgesetzt werden kann 👌😝

Unioner
Unioner
Grünschnabel
9 Tage 22 h

Immer wieder faszinierend was möglich ist wenn private Investoren bauen .Im gleichen Bundesland der Flughafen zum Glück nur wenig länger für die Fertigstellung gebraucht. Ich ärgere mich täglich über das öffentliche Vergabeverfahren das Deutschland der weltweiten Lächerlichkeit preisgibt.

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