Produktion der Batterien macht Probleme

Tesla enttäuscht mit Absatzzahlen für Model 3

Donnerstag, 04. Januar 2018 | 11:54 Uhr

Enttäuschende Absatzzahlen und weitere Verzögerungen in der Produktion: Der US-Elektroautobauer Tesla stellt mit seinem Hoffnungsträger Model 3 die Geduld von Kunden und Anlegern auf die Probe. Von seinem ersten für den Massenmarkt gedachten Fahrzeug verkaufte die Firma, bisher für teure Luxusmodelle bekannt, im Schlussquartal 1.550 Stück – nicht einmal halb so viele wie von Analysten erwartet.

Tesla verschob am Mittwoch zudem abermals seine Produktionsziele, weil das Unternehmen die Probleme in der Fertigung nicht in den Griff bekommt. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie des US-Konzerns um fast zwei Prozent.

Der Branchenpionier aus dem Silicon Valley, hinter dem der Milliardär Elon Musk steht, lehrte mit seinen Oberklasse-Elektroautos die ganze Branche das Fürchten. Nach der Sportlimousine Model S und dem Geländewagen Model X will Tesla mit dem Model 3 nun den Massenmarkt erobern. Dort tummeln sich inzwischen aber auch andere Pkw-Bauer wie BMW, VW oder Daimler, die sich von den Amerikanern nicht länger das Wasser abgraben lassen wollen. Die ganze Branche trumpft regelmäßig mit Ankündigungen neuer E-Modelle auf. Mit zunehmendem Angebot dürften auch günstigere Fahrzeuge auf den Markt kommen. Teslas Hoffnungsträger Model 3 etwa kostet nur halb so viel wie das Flaggschiff Model S.

Im härter werdenden Wettbewerb verloren die Amerikaner, die ohnehin Verluste schreiben, zuletzt wichtige Zeit. Im Sommer hatte Tesla von rund 500.000 Reservierungen für das neue Modell berichtet. Im dritten Quartal 2017 liefen statt der angepeilten 1.500 Exemplare vom Model 3 nur 260 von den Bändern. Als Achillesferse stellte sich die Produktion der Batterie-Module heraus, für die Tesla in der Wüste von Nevada eigens eine große Fabrik hochgezogen hat. Dort müssen die Fertigungsabläufe den Angaben zufolge teilweise überarbeitet werden. Bereits im Dezember wollte der Hersteller eigentlich 5.000 Fahrzeuge pro Woche fertigen, verschob dies aber kurz vorher auf das erste Quartal. Am Mittwoch rückte Tesla das Ziel noch weiter nach hinten: auf Ende des zweiten Quartals.

George Galliers vom Analysehaus Evercore ISI sagte, dies lenke die Aufmerksamkeit von Analysten und Investoren stärker auf die flüssigen Mittel des Konzerns. Tesla hatte im dritten Quartal einen Fehlbetrag von 619 Mio. Dollar (514,85 Mio. Euro) verbucht. Musk sagte bei der Präsentation der Zahlen, das Unternehmen verfüge über ausreichend Kapital, um die Verzögerungen beim Model 3 zu überbrücken. Ende September verfügte Tesla über Barmittel von 3,5 Mrd. Dollar.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Tesla enttäuscht mit Absatzzahlen für Model 3"


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forzafcs
forzafcs
Tratscher
12 Tage 19 h

Mann konnte die Produktion innerhalb von 3 Monate verfünffachen das ist doch nicht schlecht. Das mit den Batterien wird sicherlich mit der Mega Batterie für Australien zusammenhängen. Jedenfalls wird 2018 das Tesla Jahr Ihr werdet sehen. Nur für Tesla stimmt der Slogan: “Vorsprung durch Technik” wirklich.

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
12 Tage 17 h

…Ankündigungsweltmeister… 😆

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
12 Tage 17 h

Willst einen Tesla besitzen,
musst noch viel schwitzen ..

Da muss noch viel studiert werden..
na dann, viel Erfolg

super
super
Grünschnabel
12 Tage 16 h

War ja absehbar. Tesla Prognosen sind immer sehr großzügig. Tesla hat auch nicht, dass Problem liefern zu müssen. Sie haben ja kaum enstzunehmende Konkurrenz. Auch wenn die Konkurrenz viel mehr verkauft (Mengenmäßig).

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