Freiheitliche zum Tag der Jugend

“Teures Südtirol macht Dableiben schwer”

Freitag, 12. August 2022 | 11:08 Uhr

Bozen – Die Freiheitlichen nehmen den heutigen Weltjugendtag zum Anlass, um auf die für weite Teile der jungen Südtiroler belastend hohen Lebenshaltungskosten und die damit verbundene Problematik der Abwanderung aufmerksam zu machen.

„Laut aktuellen Zahlen wandern jährlich rund eineinhalb Tausend Südtiroler, vorwiegend jung und akademisch gebildet, ins Ausland ab – Tendenz steigend. Um dieser für unser Land schädlichen Entwicklung gegenzusteuern, muss die Politik endlich ihre Hausaufgaben machen und die notwendigen Stellschrauben bewegen, um jungen Menschen wieder bessere Perspektiven für Leben und Arbeit in ihrer Heimat zu bieten“, so die Freiheitlichen in einer Aussendung.

„Während das durchschnittliche Bruttoeinkommen in Südtirol knapp zehn Prozent über dem gesamtstaatlichen Schnitt liegt, ist das Leben hierzulande gut 25 Prozent teurer. Dieses massive Ungleichgewicht bedeutet vor allem für junge Menschen eine große finanzielle Belastung“, so die Freiheitlichen.

„Gerade das teure Wohnen macht den wesentlichsten Anteil der hohen Lebenshaltungskosten aus und wirkt wie ein Bremsklotz auf die Lebensplanung von jungen Menschen, deren häufigste Ziele laut jüngster ASTAT-Studie ein Eigenheim und die Familiengründung sind. Bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von rund 1.500 Euro bei gleichzeitigen mittleren Quadratmeterpreisen nahe der 4.000 Euro-Marke bleibt der Traum von den eigenen vier Wänden allzu oft unerfüllt. Die Landesregierung muss die seit Jahren permanent angekündigte und ständig aufgeschobene Wohnbaureform endlich umsetzen und dafür sorgen, dass Leerstand auf den Markt gebracht, Förderungen für junge Menschen bedarfsgerecht gestaltet und innovative Wohlmodelle geschaffen werden“, so die Freiheitlichen.

„Für den Arbeitsstandort gilt: Bessere Karrieremöglichkeiten, ausbildungsadäquate Arbeitsplätze sowie dem teuren Südtirol angemessene Löhne können nur durch lokale Zusatzverträge zu den nationalen Kollektivverträgen garantiert werden, auf die die Politik in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern drängen muss“, so die Freiheitlichen. „Ebenso muss es in punkto Bürokratieabbau, flexible Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich spürbare Fortschritte geben, um den Arbeitsmarkt in Südtirol für junge Menschen wieder attraktiver zu machen und den „Brain-Drain“ einzudämmen“, so die Freiheitlichen abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "“Teures Südtirol macht Dableiben schwer”"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Dann lasst sie doch bitte ziehen ….weine denen keine Träne nach….denn im Ausland ist ja alles so viel besser, gell?!

Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 21 Tage

@brunner Ich glaube mich eingeschlossen und die anderen Auswanderer geht es nicht schlecht im Ausland.

inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

… NEIN, wenn du reiche Eltern hast, die dir hier ein Eigenheim zur Verfügung stellen oder finanzieren.
Ansonsten JA, weil hier bei uns der Kauf eines Eigenheims, gemessen an dem was man hierzulande verdient, schlichtweg nicht leistbar ist.

Kinig
1 Monat 20 Tage

@inni

das ist für einen normalverdiener nirgendwo mehr leistbar und ist in den letzten jahren immer schwieriger geworden, wie soll jemand der 2.000 euro im monat verdient eine wohnung um 300.000 bis 400.000 euro kaufen, wenn von den 2.0000 verdienten am ende des monats, wenn es viel ist, 500 euro übrigbleiben, diese rechnung ist bald gemacht, dazu muss man kein mathegenie sein

Kinig
1 Monat 20 Tage

@inni..in meiner Geburtsstadt sind die Preise für Neubauwohnungen bei 5.700 – 6.500 Euro/m². Und das ist eine Stadt mit gerade mal knapp 130.000 Einwohnern. Da kannst Du leicht ausrechnen, wer sich noch eine 100 m² Wohnung kaufen kann. Die Mieten für so eine Wohnung liegen bei 20 Euro/m². Von den m² Preisen für Baugrundstücke, sofern es überhaupt welche gibt, will ich gar nicht reden.

Zugspitze947
1 Monat 18 Tage

brunnner : Aber gaaaanz sicher,vor allem lebt man da wirklich in FREHEIT <3 ohne repressalien weil manDeutscher ist 🙂

Vfc
Vfc
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

@Kingu
Man muss nicht mal ins Ausland, ausserhalb Suedtirol ist alles billiger.

Markuskoell
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

Ich schlaf trotzdem gut ob die gehen oder nicht mit die ganzen Leute was schon weg sind hat sich ja nix verändert mir sind trotzdem die besten 😉😝

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 21 Tage

Immer dasselbe leidige Thema: junge Menschen wollen ihren Horizont erweitern und gehen vorwiegend deshalb ins benachbarte Ausland oder wohin auch immer. Die Möglichkeit, zurückzukehren, ist immer gegeben. Die Welt ist auch außerhalb Südtirols wunderschön, wir sind bei Weitem nicht das Maß aller Dinge. 

Kinig
1 Monat 20 Tage

@Rosenrot…..Kinder und gut ausgebildete junge Menschen sind die Zukunft einer jeden Gesellschaft. Ich glaube nicht, dass es den jungen Menschen in Südtirol nicht gefällt. Da müssten Millionen von Besuchern blind sein. Und so leicht verlässt auch Niemand seine Heimat, Familie und Freunde. Aber das Missverhältnis zwischen Verdienst (möglichkeiten) und Lebenshaltungskosten ist einfach zu groß. Wer dann noch daran denkt, eine Familie zu gründen, schaut Ende jeden Monats durch die 🖐…..

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

Ein Drittel unsere Jugend, die Besten, verlassen Südtirol und kommen nur noch in den Ferien zurück. Das nennt man Brain Drain und wird DAS große Problem für Südtirols Zukunft.
Italien wird im Jahre 2100 nur noch 30 Millionen Einwohner haben, die die Schulden von 60 Millionen zahlen müssen. Italien hat eine landwirtschafliche Zukunft.

Kinig
1 Monat 20 Tage

Das verwirrt mich jetzt aber. Ich habe hier schon mehrfach über die hohe “Eigenheim” Quote in Südtirol gelesen. Zählt da Alles, was vier Wände und ein Dach hat, dazu ?

Kinig
1 Monat 20 Tage

die hohe eigenheimquote ist auf den geförderten wohnbau in den 70ige und 80iger jahren des vorigen jahrhunderts zurückzuführen, damals kostete eine 100 m2 wohnung je nach ausführung und lage zwischen 120 und 150 millionen lire, das land förderte ca.70 millionen, also die hälfte zinsenlos mit einer tilgungzeit von 20 jahren, gleich ca 300.000 lire im monat….das durchschnittliche monatsgehalt war damals ca. 1.500.000 lire, also durchaus machbar….diese zahlen stehen heute in keiner relation mehr zueinander, weswegen die anschaffung eines eigenheimes sehr gut verdienenden bzw jenen vorbehalten ist welche von den eltern eine unterstützung erhalten und diese tun sich schwer

Kinig
1 Monat 20 Tage

@falschauer…super, danke Dir.

Kinig
1 Monat 20 Tage

@Offline1

gerne

Zugspitze947
1 Monat 19 Tage

Offline1: Du musst nicht alles glauben was dieser Schönrechner da vorschwafelt ! denn die .1,5 MIO Einkommen waren sehr dünn gesäht. Übrigens ist dieses Wohnbauprogramm miserabel geführt worden und Milliarden verpufft. Weiters sehr billig und Schlecht isoliert und noch schlechter Schall und Trittschallgedämmt. Ich habe so einen Prozess gegen einen Bau-HAI geführt und auch gewonnen,aber wer kann sich 8.000 € Vorkasse für Anwalt-Gutachten und Gerichstkosten leisten… 🙁

Kinig
1 Monat 19 Tage

@Zugspitze947….OK, danke für die Info.Jeder Mensch vertritt nunmal seine Ansicht der Dinge. Und da ich keinen Grund habe, @falschauer nicht zu glauben, wird die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte liegen. Denn bei deiner “🇮🇹 Phobie”😉 ist manchmal ja auch eine gewisse Skepsis🤔 angebracht.

Zugspitze947
1 Monat 19 Tage

Offline1: haha………… ich könnte es Beeiden,denn man erzählt sich :er ist ein harter Hund aber sein Wort gilt 🙂

algunder
algunder
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

es uanzige wos uan do heb isch die liebe zur huamet !!!!
suscht miaset menn jo gschwind ohauen !!
ah uans honni vergessn
die lieben gutmenschen im chat tatn mir a fahln 🤣🤣🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤣🤣

Kinig
1 Monat 20 Tage

die gutmenschen gibt es überall, sind immerhin besser als deinesgleichen

algunder
algunder
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@falschauer
🤣🤣🤣🤣🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🍺🍺

Kinig
1 Monat 20 Tage

habe gestern im orf in der sendung am schauplatz m2 preise von wohnungen am traunsee in oö von 10.000 euro gesehen, also so günstig ist es in der wunschheimat der freiheitlichen auch wieder nicht

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@falschauer
In A, D und CH verdient man das Doppelte und der Staat kassiert weniger Steuern. Italien nimmt einem Akademiker im Laufe seines Lebens ein Einfamilienhaus mehr an Steuern weg als im Vergleich Deutschland. Südtirol ist Nettozahler!

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