"Können international nur gesamtösterreichisch Erfolg haben"

Tiroler Gründerszene präsentiert sich in Wien

Donnerstag, 06. Oktober 2016 | 15:35 Uhr

Wien – International könne man nur gesamtösterreichisch Erfolg haben, so die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) bei einer Präsentation der Tiroler Gründerszene heute in Wien. Das Tiroler Start-up Blue Sparrow stellt eine Ultra-Leichtgewichtdrohne vor. Die Akquise von privaten Risikokapital sei zukünftig die größte Herausforderung, meinte die Landesrätin zur APA.

Tirol folgt der Strategie des Bundes Österreich als “Gründerland” zu positionieren. Vor allem die österreichweite Vernetzung und das Bereitstellen von Gründerzentren seien für den Erfolg dieses Vorhabens ausschlaggebend, so der Leiter der Werkstätte Wattens Matthias Neeff. Unternehmensbegleitung und Guidance nennt er als entscheidende Faktoren für erfolgreiche Start-up-Entwicklungen. Seit der Gründung der Werkstätte im November 2015 haben sich 32 Unternehmen das Angebot zunutze gemacht. Finanziert wird das Zentrum zu 60 Prozent von Swarovski und zu 40 Prozent von der Gemeinde Wattens.

Die Leichtgewichtdrohne von Blue Sparrow wiegt unter 250 Gramm. Für die Zukunft werde ein Gesetz kommen, dass für schwerere Drohnen eine Art Führerschein vonnöten sein werde, glaubt CFO Moritz Willburger. Das Start-up mit Sitz in Innsbruck bekam 2015 den Innovationspreis der Wirtschaftskammer Österreich.

Das 2013 gegründete Start-up Anyline, mit Geschäftsstellen in Wien und Tirol stellt Texterkennungssoftware für Smartphones her. Im Februar konnte Anyline 1,5 Mio. Euro vom amerikanischen Investmentfond iSeed Ventures generieren. Auch die österreichische Investmentgrößen Johann Hansmann (seit 2014) und ARM-Gründer Hermann Hauser (seit 2016) sind investiert. Zu den Kunden des Unternehmen zählen unter anderem Energiekonzerne wie die E.ON und die RWE, aber auch Red Bull, so der Gründer und CEO Lukas Kinigadner gegenüber der APA.

Auch im Bereich Risikokapitalgeber und Business Angels, wolle man sich österreichweit und in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) vernetzen, so der Südtiroler Unternehmer und Gründer der Tyrolean Business Angel GmbH Harald Oberrauch. Oberrauch führt unter anderm das global tätige Unternehmen alupress mit einem Umsatz von 400 Mio. Euro. Als besonders zukunftsträchtig sieht er Medizintechnologien, diese sind “ein sehr, sehr attraktiver Markt in Europa”.

Von: apa