Pistenfahrzeuge und Schneekanonen effizient nutzen

TIS Start-up: Professionell die Piste präparieren

Dienstag, 01. September 2015 | 13:11 Uhr

Bozen – Skigebiete könnten Kosten sparen, wenn Pistenfahrzeuge effizienter eingesetzt würden. Damit dies künftig noch besser geschieht, bietet ein Start-up im TIS innovation park Schulungen für die Fahrer von Pistenfahrzeugen an. Snow & Efficiency heißt das Start-up und ist das 117te, das es ins Gründerzentrum des TIS schafft.

Ein Pistenfahrzeug ist ein komplexes Fahrzeug. Es verfügt über einen Schild, mit dem der Schnee dorthin geschoben wird, wo er gebraucht wird und über eine Fräse, mit dem der Schnee die Rillen bekommt, die den Ski gut gleiten lassen. Zudem verfügt ein Pistenfahrzeug über einen leistungsstarken Motor, der in der Regel mit Diesel betrieben wird und mit dessen Hilfe sich das schwere Fahrzeug durch unwegsames Gelände bewegt.

Aktuell gibt es keine Standard-Ausbildung für die Fahrer von Pistenfahrzeugen. „Die Alten bringen es den Jungen bei“, erzählt Florian Profanter, der seit vielen Jahren Pistenfahrzeuge fährt und der nun mit seinem Start-up „Snow & Efficiency“ die Fahrerausbildung bei Pistenfahrzeugen professionalisieren will.

Dabei geht es Profanter neben Sicherheitsaspekten hauptsächlich um Ressourceneffizienz. Je besser man nämlich die Umdrehungen des Dieselmotors, die Positionierung des Schildes und die Drehzahlen der Fräswelle im Blick behält, desto besser kann man die Piste präparieren und gleichzeitig Treibstoff und Kosten sparen und unnötige Emissionen vermeiden.

Und so bietet Florian Profanter Fahrschulungen für Pistenfahrzeugeinsteiger und -fortgeschrittene und erläutert in Theorie und Praxis wie man Kosten durch eine effiziente, umweltschonende Fahrweise reduziert, deckt Zeitfresser in der täglichen Pistenpräparierung auf und optimiert Präparierungs-routen. Auch die regelmäßige Wartung und Einlagerung der Fahrzeuge im Sommer wird in den Schulungen thematisiert. „Das Professionalisierungspotenzial ist groß“, sagt Profanter.

Über Erfahrung verfügt Florian Profanter selbst reichlich. Elf Jahre präparierte er Skipisten. Auch bei den olympischen Spielen in Turin und Sotchi war er im Einsatz. Bevor er sein Start-up „Snow & Efficiency“ gründete, war er sechs Jahre lang Vorführer und Testfahrer von Pistenfahrzeugen bei Prinoth.

Schneekanonen auf Pistenfahrzeuge abstimmen
Dabei eignete sich Profanter auch viel Schnee-Know-how an und stellte fest, dass die Positionierung von Schneekanonen zu selten auf die Leistungsfähigkeit der Pistenfahrzeuge abgestimmt ist. „Ein Beschneier muss wissen, wie er beschneien muss, damit die Pistenfahrzeuge den Schnee auch effizient verteilen können“, erklärt Profanter. Aus diesem Grund bietet „Snow & Efficiency“ auch Trainings für Beschneier an. Neben dem Grundaufbau einer Skipiste, werden die richtige Positionierung mobiler Schneekanonen und die Sommereinlagerung von Schneekanonen erörtert.

Was nutzt es aber den Skigebieten, in das Know-how von „Snow & Efficiency“ zu investieren? Zum einen verbessern Skigebiete die Arbeitsabläufe, sparen Zeit und Geld und schonen obendrein noch die Umwelt. Zum andern wertet die optimale Pistenqualität das gesamte Skigebiet auf und reduziert die Unfallgefahr für Skifahrer.

Weitere Informationen zu diesem Thema erteilt Florian Profanter von Snow & Efficiency 0039 331 492 67 78, florian.profanter@snow-efficiency.com .

Einsteigertrainings starten im September

Die Einsteigertrainings für Pistenraupenfahrer beginnen übrigens am 15. September 2015. Anmeldungen sind noch möglich. Teilnehmen können alle Personen, die in Zukunft gerne Pistenraupe fahren würden. Eine gute Gelegenheit, in die Welt des Pistenraupenfahrens einzusteigen.

Tel: +39 331 4926778
info@snow-efficiency.com

Von: ©mk

Bezirk: Bozen