„Richtiger Schritt im Zeichen der Zeit“

Tourismusfinanzierung: Steger für freiwillige Tourismusabgabe

Montag, 13. Juli 2015 | 16:59 Uhr

Bozen – Die Abgeordneten im Südtiroler Landtag haben den Wirtschaftsomnibus genehmigt. Der im Art. 3 des Gesetzes vorgesehene verpflichtende „Marketingbeitrag“ der tourismusnahen Wirtschaftssektoren wurde in eine freiwillige Tourismusabgabe umgewandelt. Für SVP-Landtagsabgeordneten Dieter Steger ist das ein richtiger Schritt im Zeichen der Zeit.

Vor drei Jahren ist das Landesgesetz in Kraft getreten, das die Finanzierung des Tourismus auf neue Beine gestellt hat. Seither ruht die Tourismusfinanzierung auf drei Säulen: Beiträge der öffentlichen Hand, dem Gästebeitrag sowie den Beiträgen der Betriebe. Im Gesetz war auch das System zur Einhebung des so genannten „Marketingbeitrags" der Betriebe festgeschrieben. Dieser Beitrag basierte auf Freiwilligkeit. Sollte er allerdings unter  18 Millionen Euro bleiben, hatte sich die Landesregierung verpflichtet, den „Marketingbeitrag" für das darauf folgende Jahr obligatorisch für die Wirtschaftstreibenden jener Wirtschaftssektoren, die besonders vom Tourismus profitieren, vorzuschreiben. „Dies würde praktisch der Einführung einer neuen Steuer gleichkommen und mit sehr viel Bürokratie verbunden sein", bemerkt Landtagsabgeordneter Dieter Steger. Er begrüßt es, dass sich der Südtiroler Landtag nun auf seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen hat, die Tourismusabgabe nicht mehr verpflichtend anzuwenden, sondern in eine „Kann-Bestimmung" umzuwandeln. Steger dazu: „Der Südtiroler Landtag sieht von der Einführung einer neuen Steuer ab, was bei der heutigen Wirtschaftslage, in der Betriebe ohnehin schon hohen Belastungen ausgesetzt sind, sinnvoll und richtig ist". Steger verweist auf den derzeit laufenden Reformprozess, an dem alle relevanten Akteure des Tourismus beteiligt sind. Gemeinsames Ziel ist es einerseits eine Finanzierungsform festzulegen, die ohne Einführung einer Steuer, ein gewisses Budget für das touristische Marketing sichert und andererseits die Struktur der Tourismusorganisationen effektiver und effizienter zu machen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen