HGV-Gadertal trifft sich mit Abgeordneten Daniel Alfreider

Touristische Anliegen im Fokus

Freitag, 31. Juli 2015 | 10:47 Uhr

Gadertal – Auf Initiative von Marina Crazzolara, HGV-Gebietsobfrau Gadertal, haben sich kürzlich die Ortsobleute des Gadertales des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) mit Parlamentarier Daniel Alfreider getroffen. Im Mittelpunkt standen dabei wichtige touristische Themen im Gadertal.

Zu Beginn ging Daniel Alfreider auf die neue Einfahrt in das Gadertal ein. Dieses Großprojekt ist aus touristischer Sicht von großer Bedeutung, da sich zu Saisonszeiten immer lange Autoschlangen und Wartezeiten bei der Ausfahrt in St. Lorenzen bilden. Alfreider berichtete, dass die Arbeiten an der Gadertaler Straße noch heuer ausgeschrieben waren. Der Baubeginn ist voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte von 2016, die Baurbeiten werden mit 3,5 Jahren angegeben. Zudem wurde über die Radwege gesprochen. Die Ortsobmänner waren sich einig, dass nun auf Gemeindeebene Projekte für die Errichtung von Radwegen ausgearbeitet und bei der Bezirksgemeinschaft eingereicht werden sollen, damit die Planung und Finanzierung der Arbeiten vorangetrieben werden können.

Ein weiteres Thema des Treffens war die sogenannte obligatorische „Weiße Woche“, bei der jede italienische Region autonom entscheiden sollte, wann sie diese festsetzen möchte. Dies würde sowohl für den Wintertourismus als auch für die Familien enorme Vorteile mit sich bringen, unterstrichen die HGV-Funktionäre. Zudem würden die obligatorischen Weißen Wochen dazu beitragen, die Urlaubswochen so zu verteilen, dass sie nicht in der Hochsaison liegen und eine gleichmäßigere Auslastung der Betriebe ermöglichen.

In Sachen Mobilität berichtete Daniel Alfreider, dass bereits eine Studie zur Untertunnelung des Grödner Jochs vorliege. Es wäre auch möglich, eine Zugtrasse mit einzuplanen. Die Ortsobmänner möchten diese Möglichkeit diskutieren und in Betracht ziehen. Einig waren sich die Ortsobmänner, dass es einen funktionierenden Flugplatz in Bozen brauche, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zudem wurden diverse bürokratische und steuerliche Auflagen, welche angepasst werden sollen, besprochen. Dabei ging es um die halbjährliche Wartung der Aufzüge und Feuerlöscher, die Erhöhung der IMU-Absetzbarkeit auf 40 Prozent sowie um die Möglichkeit, die Kosten für saisonal angestellte Arbeiter bei der Berechnung der IRAP-Basis zu berücksichtigen.

Abschließend wurde auf das Thema Unesco Welterbe Dolomiten eingegangen. Die Ortsobmänner regten eine noch gezieltere Marketingarbeit von Seiten der SMG an.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen