Der japanische Autobauer kommt nicht aus den Negativschlagzeilen

Toyota ruft erneut Millionen Autos zurück

Mittwoch, 29. Juni 2016 | 13:30 Uhr

Die Massenrückrufe bei Toyota nehmen kein Ende. Der japanische Autobauer holt erneut weltweit insgesamt 3,37 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück, weil möglicherweise schadhafte Teile verbaut wurden. Wie Toyota am Mittwoch mitteilte, müssen 2,87 Millionen Autos wegen möglicher Fehler bei den Kraftstoffreglern nachgerüstet werden.

Risse könnten sich im Laufe der Zeit vergrößern und so Benzin austreten. Nur wenige Stunden zuvor rief Toyota 1,43 Millionen Hybrid-Autos wegen defekter Airbags zurück. 1.633 Fahrzeuge aus Österreich sind davon betroffen, wie es bei Toyota am Mittwoch auf APA-Anfrage hieß.

Diesmal stammen die Luftkissen aber nicht vom angeschlagenen Zulieferer Takata und es seien auch keine Verletzungen in diesem Zusammenhang bekannt. Bei einigen Prius-Modellen bestehe die Gefahr gleich beider Fehler.

Die Risse in den Steuerungseinheiten könnten bei Wagen aus den Jahren 2006 bis 2015 vorkommen. Betroffen seien die Modelle Prius, Auris und Corolla. Die Airbag-Defekte könnten bei den Hybrid-Modellen Prius und Lexus CT200h vorkommen, die zwischen 2010 und 2012 gebaut wurden. Hier könnte ein kleiner Riss an der Schweißnaht des Gasgenerators letztlich dazu führen, dass der Airbag teilweise aufgeblasen werde und der Generator ins Wageninnere gerate. Dadurch bestehe die Gefahr von Verletzungen.

Toyota machten zuletzt wie vielen anderen Autokonzernen möglicherweise defekte Airbags des Zulieferers Takata zu schaffen. Weltweit rief der Volkswagen -Konkurrent deshalb bereits mehr als 17 Millionen Takata-Airbags zurück. Insgesamt stehen 13 Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung, die meisten davon in den USA.

Von: apa