Die beiden Staatschefs hatten erstmals seit dem G-7-Gipfel Kontakt

Trump und Trudeau sprachen über Handel

Samstag, 30. Juni 2018 | 21:03 Uhr

Erstmals seit dem G-7-Gipfel Anfang des Monats ist wieder ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau bekanntgeworden. Die beiden hätten sich am Freitagabend über Handel und andere Wirtschaftsfragen ausgetauscht, sagte die Sprecherin des US-Präsidialamtes, Sarah Sanders, am Samstag.

Trump hatte Trudeau nach dem Gipfel als “sehr unehrlich und schwach” bezeichnet und damit die Beziehungen der beiden Nachbarländer auf einen Tiefpunkt getrieben. Zudem wirft er Kanada vor, vom US-Handel zu profitieren. Kanada hat im Gegenzug zu den von den USA erhobenen Zöllen auf Stahl und Aluminium am Freitag seinerseits Zölle auf US-Stahl- und Aluminiumprodukte sowie Lebensmittel wie Kaffee, Ketchup oder Whiskey angekündigt.

Diese sollen ab Sonntag gelten. Ihr Land wolle den Streit nicht eskalieren lassen, sagte Außenministerin Chrystia Freeland. Kanada werde aber auch nicht nachgeben. Trudeau habe Trump in dem Telefonat klargemacht, dass Kanada keine andere Wahl habe als mit Gegenmaßnahmen auf die US-Zölle zu reagieren, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit.

Von: APA/Ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Trump und Trudeau sprachen über Handel"


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Neumi
Neumi
Universalgelehrter
16 Tage 6 h

Nach Trump werden die Staaten dieser Erde es sich zwei mal überlegen, bevor sie mit den USA langfristige Verträge aushandeln. Es kann doch nicht sein, dass jemand einseitig alle 4-8 Jahre alles in der Luft zerreißen kann, was aufwendig ausgehandelt wurde.
Damit die USA wieder glaubwürdige und zuverlässige Partner sein können, muss man dem Präsidenten einiges an Macht entziehen.

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