Trumps Pläne werden von Umweltschützern scharf kritisiert

Trump will schnellere Genehmigungen für Öl- und Gaspipelines

Donnerstag, 11. April 2019 | 07:38 Uhr

US-Präsident Donald Trump will den Genehmigungsprozess für Energie-Infrastrukturprojekte wie etwa den Bau von Öl- und Gaspipelines beschleunigen. Trump unterzeichnete am Mittwoch bei einem Besuch in Crosby im US-Staat Texas zwei entsprechende Verfügungen, die von Umweltschützern scharf kritisiert wurden.

Trump sagte, Infrastrukturprojekte würden zu oft von Interessensgruppen, Bürokratien oder “radikalen Aktivisten” aufgehalten. Die präsidialen Verfügungen “werden das richten und die Genehmigungen für Energie-Infrastruktur dramatisch beschleunigen”.

Die erste Verfügung soll es Bundesstaaten künftig erschweren, neue Infrastrukturprojekte aus Umweltschutzgründen abzulehnen. Die zweite Verfügung sieht vor, dass bestimmte grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte nur noch vom Präsidenten selbst genehmigt oder abgelehnt werden können. “Der Präsident, nicht die Bürokratie, wird die alleinige Befugnis haben, die endgültige Entscheidung zu treffen”, sagte Trump. “Unter dieser Regierung haben wir den Krieg gegen amerikanische Energie beendet.”

Die Umweltorganisation Friends of the Earth warf Trump vor, die Taschen von “dreckigen” Energieunternehmen zu füllen. “Die Anordnungen werden die Möglichkeiten der Bundesstaaten einschränken, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Einwohner zu schützen.” Greenpeace sprach von einem “Versuch, die Rechte der Menschen, ihre Luft, ihr Wasser und ihr Klima vor verschmutzenden Öl- und Gaspipelines zu schützen, mit Füßen zu treten”.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Trump will schnellere Genehmigungen für Öl- und Gaspipelines"


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Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 7 h
Pipelines sind ja an sich nichts schlechtes. In NRW haben ich Bürgerrechtler erfolgreich gegen die Inbetriebnahme der von Bayer gebauten Kolenmonoxyd-Pipeline gewehrt, diese hätte die giftigen Abgase unterirdisch geleitet, hatte in sehr kleinen Abständen Sensoren, um Beschädigungen zu entdecken, im Falle eines Lecks wäre sie sofort dicht gemacht worden, die Restgase in dem Abschnitt wären in den Boden gesickert, wo sie keinen Schaden anrichten können. Dank der Bürgerrechtler ist sie nun ungenutzt, die Gase werden weiterhin in LKWs überirdisch transportiert. Falls ein solcher ein Leck hat, setzen sich die Gase in Bodennähe ab und können von jedem Umstehenden eingeatmet werden… Weiterlesen »
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