Konsumentenschützer werben für Privatbeteiligtenanschluss

Über 3.000 Autofahrer bei Wiener VW-Strafverfahren dabei

Dienstag, 13. September 2016 | 15:55 Uhr

Der VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte beschäftigt auch die österreichische Justiz. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WSKtA) ermittelt seit Jänner wegen Betrugsverdachts, allerdings gegen unbekannte Täter. Diesem Verfahren haben sich bereits mehr als 3.000 mutmaßlich geschädigte Autofahrer angeschlossen, berichtete der Verein für Konsumenteninformation (VKI) am Dienstag.

Ein solcher Privatbeteiligtenanschluss ist immer noch möglich. Durch diesen wird die Verjährung von etwaigen Schadenersatzansprüchen gehemmt. Wer den Anschluss über den VKI machen will, zahlt dafür 90 Euro. Der VKI hat eine Anzeige gegen diverse VW-Manager eingebracht.

Gleichzeitig werben die Konsumentenschützer erneut für eine Vergleichslösung in den Niederlanden. “Die Stiftung Car Claim arbeitet auch mit amerikanischen Anwälten, die Sammelklagen vertreten, zusammen. Die Stiftung hat sich insbesondere einem Verfahren angeschlossen, bei dem Beweise gesichert werden”, so VKI-Chefjurist Peter Kolba. Weil es in Österreich trotz mehrfacher Versprechen der rot-schwarzen Regierung noch immer kein geeignetes Instrument für ein Massenverfahren gibt, ist der VKI in der Sache VW auf die Niederlande ausgewichen.

“Wir sind guten Mutes, VW soweit unter Druck zu bringen, dass letztendlich – über die Stiftung – ein Vergleich zustandekommen wird”, so Kolba. Bisher sei VW jedoch nicht gesprächsbereit.

Daneben sind in Österreich bereits Private gegen ihre VW-Händler vor Gericht gezogen. Ein paar waren erfolgreich, ein paar nicht. Die Urteile sind aber zumeist noch nicht rechtskräftig.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Über 3.000 Autofahrer bei Wiener VW-Strafverfahren dabei"


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santina
Tratscher
10 Tage 18 h

Ein Jahr nach dem Ausbruch des Agas-Skandals “kämpft” der Volkswagen-Konzern an so vielen Fronten wie nie.
Und die Justiz geht von weiter von einem weitaus größeren Betrug des Konzerns aus.
Der gefürchtete Absatzeinbruch blieb nicht aus.

Und das Landgericht Oldenburg ( 16 0  790/16) hat entschieden, dass Geschädigte es kriminellen Abgas-Skandals berechtigt sind, die manipulierten Fahrzeuge zurück zu geben.

Diesem Urteil hat sich das OLG Hamm, das OLG Celle, das Landgericht Freiburg, das LG Lüneburg, das Amtsgericht Lehrte angeschlossen.

Das Schlimme an der ganzen Sache ist jedoch, dass die Bundesregierung von der Betrüger-Software Kenntnis hatte.
Dies belegen Papiere aus dem deutschen Verkehrsministerium.

santina
Tratscher
10 Tage 18 h

Nach explodiertem VW-Touran in Duderstadt fordern Esso und Aral den sofortigen Verkaufstopp von Ergas-Fahrzeugen des 
VW-Konzerns.

Nach Aussagen von VW wurde nun ein Rückruf gestartet.
Er wurde bereits auf Passat und Caddy ausgeweitet.

Ursache soll Rost gewesen sein.
Rost bei Volkswagen?
MADE IN GERMANY!

santina
Tratscher
9 Tage 20 h

Volkswagen hatte bereits seit Wochen Hinweise auf Schwachstellen an einem Teil seiner Erdgasflotte.

Der nächste Skandal!

santina
Tratscher
9 Tage 19 h

Das erste  Volkswagen-Urteil auch in Deutschland: 
HÄNDLER MUSS AUTOS MIT SCHUMMELSOFTWARE ZURÜCKNEHMEN!
Das Software-Update ist laut Gericht unzumutbar.
Laut Gericht bleibt auch nach der Nachrüstung durch VW ein berechtigter Mangelverdacht.
Käufer müssen es NICHT hinnehmen, dass mit dem VW-Konzern, der die kriminelle Täuschung begangen hat, nun der Mangel beseitigt werden soll.

Es laufen noch zig von betrogenen Käufern gegen Volkswagen.

In Deutschland sagt man zu einem derartigen Fall.
DA DAMPFT DIE KACKE NUN RICHTIG!

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