„Tag der Dienstleister“ zum Thema „Wie funktioniert Innovation?“

Über 50.000 Beschäftigte im Südtiroler Dienstleistungsbereich

Samstag, 13. Juni 2015 | 16:57 Uhr

Bozen – Anlässlich des diesjährigen „Tag der Dienstleister“, der gestern Abend im Hauptsitz des hds in Bozen stattgefunden hat, stand das Thema „Wie funktioniert Innovation?“ im Mittelpunkt. Dazu referierte der Südtiroler Egon Steinkasserer. Er ist seit Anfang 2014 Head of Innovation bei Swisscom – mit 11,7 Milliarden Euro Umsatz der führende Telekommunikations- und IT-Anbieter in der Schweiz. An der Veranstaltung, die von hds-Direktor Bernhard Hilpold moderiert wurde, haben über 100 Unternehmer vornehmlich aus dem Südtiroler Dienstleistungsbereich teilgenommen.
 
hds-Präsident Walter Amort unterstrich in seiner Begrüßung, dass der Verband derzeit mit der Dachorganisation der Dienstleister weitere neun organisierte Dienstleisterfachgruppen beheimatet und betreut. Dazu gehören: Eventdienstleister, IT- und Internetdienstleister, Kondominiums- und Immobilienverwalter, Radio- und Fernsehsender, Reisebüros, Makler, Unternehmensberater, Verleger und Werbefachleute.
 
Der Präsident der Dienstleister im hds, Christoph Rainer, wies seinerseits darauf hin, dass trotz der Vielfältigkeit im Dienstleistungssektor eine Reihe von gemeinsamen Themen seine Entwicklung bedeutend beeinflussen. Dazu gehören u.a. die Themen Breitband, die Verwaltungsreform des Landes und die Unternehmensgründungen. „Beim Breitband muss die letzte Meile in Angriff genommen werden, um die privaten und betrieblichen Endkunden zu erreichen. Es gilt darauf zu achten, dass die dann angebotenen Verbindungen leistbar bleiben und auch den kleinen Dienstleistern im Land die Möglichkeit eröffnen, sich an das Glasfasernetz anzuschließen“, so Rainer.
 
Bei der Verwaltungsreform des Landes gehe es darum, nachzudenken, welche Leistungen konkret öffentlich sein müssten, während andere für die Allgemeinheit günstiger und besser auch von lokalen Dienstleistungsunternehmen geleistet werden könnten. Zu den Unternehmensgründungen meinte Rainer, dass die Start up Szene auch in Südtirol existiere. „Wir sollten allerdings das Bewusstsein stärken, dass es bei Gründungen von neuen Unternehmen nicht immer nur ‚technologische‘ sein müssen.“
 
Nach den Begrüßungen stellte Urban Perkmann vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) der Handelskammer Bozen die neuesten Zahlen zum Dienstleistungssektor in Südtirol vor. Er unterstrich dabei die steigende Tertiärisierung in Südtirol aufgrund des technischen Fortschritts, des demographischen Wandels und des veränderten Konsumentenverhaltens. Der Sektor der Dienstleistungen im engeren Sinn zählt in Südtirol 54.600 Beschäftigte. Zu den überdurchschnittlich dynamischsten Bereiche zählen Bildung, Gesundheit, Kunst, Sport, Unterhaltung , Vermietung, Reisebüros, Dienste für Unternehmen sowie Grundstück- und Wohnungswesen.
 
Steinkasserer befasst sich täglich mit neuen Ideen, Trends und Visionen. Das primäre Ziel seines Bereiches ist es, neue Produkte und Services auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus ist Steinkasserer in das Board der Einheit IT, Netzwerk und Innovation (INI) eingebunden. Zuvor war er im Unternehmen Leiter der Softwareentwicklung und arbeitete bei Würth Phoenix, der Software und Consulting Firma der Würth Gruppe. Steinkasserer studierte Computerwissenschaften an der Universität Saarland.
 
Swisscom bietet Geschäfts- und Privatkunden Mobilfunk, Festnetz, Internet und Digital-TV an. Darüber hinaus gehört das Unternehmen zu den größten Anbietern für IT-Dienstleistungen in der Schweiz und investiert jährlich rund 1,67 Milliarden Euro in die Netz- und IT-Infrastruktur. Swisscom ist zudem im Energie- und Gesundheitsbereich tätig. Die Vision von Swisscom ist das Beste in der vernetzten Welt immer und überall bereitzustellen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen