"Südtirols Unabhängigkeit in der Stromversorgung" gestärkt

Übernahme der ENEL-Anteile: Größere Gestaltungsräume, mehr Gewinn

Mittwoch, 15. April 2015 | 17:14 Uhr

Bozen – Mit der Übernahme der ENEL-Anteile geht eine Strommenge von rund einer Million Megawattstunden jährlich an die SEL über. "Südtirol kann diese Strommenge nun eigenständig verwalten und die zusätzlichen Gewinne bleiben im Land", kommentiert Landeshauptmann Arno Kompatscher. Für Landesrat Richard Theiner wird mit der Übernahme "Südtirols Unabhängigkeit in der Stromversorgung" gestärkt.

"Die Führung von zehn großen und sieben kleinen Wasserkraftwerken liegt nun in der Hand der Landesenergiegesellschaft SEL und der daraus hervorgehende Mehrwert in Form von Gewinnen und Steuern von jährlich bis zu 50 Millionen Euro bleiben im Land", sagte Landeshauptmann Kompatscher heute bei der Unterzeichnung des Vertrages zur Übernahme der ENEL-Anteile.

"Mit der Übernahme der 40-prozentigen ENEL-Anteile haben wir – neben der anstehenden Fusion zwischen SEL und Etschwerken und der Neubewertung der Energiekonzessionen – eine weitere wichtige Etappe in der Neuorganisation des Energiesektors erreicht", so  Theiner. "Wir können nun gezielter an einer innovativen, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung arbeiten, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und somit auch die Position Südtirols als KlimaLand stärken", betont Landesrat Theiner. Damit gehe auch die Sicherung und Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen einher:  "Wir dürfen nicht vergessen, dass mit der Übernahme der ENEL-Anteile ab 1. Jänner 2016 auch die Übernahme mehrerer ENEL-Dienstleistungen wie IT, Buchhaltung oder Controlling durch die SEL und der vorzeitige Übergang des Energy Managements der SE Hydropower von Enel an die SEL  erfolgt", unterstreicht Theiner.

Landeshauptmann Kompatscher fügt die Übernahme schließlich in das Gesamtkonzept der Energiepolitik der Landesregierung ein:  "Mit der Übernahme erhält Südtirol wieder ein großes Stück an Gestaltungsspielraum. Die neuen Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, helfen uns, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu gewährleisten. Ist die gesamte Stromproduktion aus einheimischer sauberer Energie in einer Hand vereint, können wir diese strategische Reserve, welche die Energieproduktion aus Wasserkraft ohne Zweifel ist, dem Land und seinen Menschen auf lange Sicht zugutekommen lassen."

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen