Befreiung von Gemeindeimmobiliensteuer

Ukraine-Flüchtlinge: Private Wohnmöglichkeiten gesucht

Freitag, 17. Juni 2022 | 19:01 Uhr

Bozen – Wer freistehenden Wohnraum kostenlos ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung stellt, wird bis Ende 2022 von der Gemeindeimmobiliensteuer befreit. Wohnraum-Meldungen sammelt die Abteilung Soziales.
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­Seit über 100 Tagen herrscht in der Ukraine Krieg. Auf der Suche nach Schutz und Zuflucht sind Flüchtlinge aus der Ukraine auch nach Südtirol gekommen, derzeit halten sich 1300 bis 1500 Flüchtlinge in Südtirol auf. Die große Mehrheit der Geflohenen ist bei Bekannten, Verwandten oder Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die spontan ihre Hilfe angeboten haben, untergekommen. Obwohl die Kriegshandlungen nach wie vor anhalten, sind bereits einige Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Andere wiederum suchen in Südtirol eine Heimat auf Zeit und leben sich in den Gemeinden und Städten immer besser ein. Damit ergibt sich auch weiterhin der Bedarf nach Wohnraum und Unterkunftsmöglichkeiten.

Denn viele der ukrainischen Flüchtlinge haben mittlerweile vor allem im Gastgewerbe Arbeit gefunden, dies bestätigen auch die Daten des gestern vorgestellten Arbeitsmarktberichtes von November 2021 bis April 2021. Auch haben gar einige ukrainische Flüchtlingskinder in den vergangenen Wochen eine Südtiroler Schule oder den Kindergarten besucht. Jede und jeder, die oder der Wohnraum freistehen hat und diesen Flüchtlingen aus der Ukraine zugänglich machen möchte, kann sich darum bei der Landesabteilung Soziales (per Mail an fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it) melden.

Wenn eine Wohnmöglichkeit kostenlos überlassen wird, ist laut Dringlichkeitsverordnung des Landeshauptmannes Nr. 14/2022 bis Ende Dezember 2022 von der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) befreit. Eine Mustervorlage für die unentgeltliche Nutzungsleihe ist auf der Landeswebseite abrufbar.

Informationen für Flüchtlinge und für alle, die Flüchtlingen unterstützend zur Seite stehen, gibt es unter www.provinz.bz.it/ukraine-hilfe (bzw. www.provincia.bz.it/aiuti-ucraina oder www.provinz.bz.it/help-ukraine).

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Ukraine-Flüchtlinge: Private Wohnmöglichkeiten gesucht"


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anonymous
anonymous
Kinig
11 Tage 4 h

Alle Politiker haben mehrere große Hütten,
Da wird sich doch eine Ecke finden lassen

fritzol
fritzol
Superredner
11 Tage 2 h

die stellen nix zu verfügung die ormen politiker wissen ja nicht wie sie es mit ihren gehalt derleben

Sag mal
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Kinig
10 Tage 14 h

da brauchst gar nicht bis zu den Politikern denken,da Sind genug für Die Es ein Klacks wäre.

Storch24
Storch24
Kinig
11 Tage 4 h

Private stellen Wohnungen zur Verfügung, aber leben (essen) müssen die Flüchtlinge ja sich und hier wären Gemeinden gefragt.
Eine mir bekannte ukrainische Familie ist wieder zurück in ihr Land. Wohnung JA , ESSEN ? Woher ohne Geld

TirolerSued
TirolerSued
Grünschnabel
11 Tage 25 Min

So wie letztes mal? Gemeinde wird vom Land bedrängt Flüchtlinge aufzunehmen und sobald Jemand die Aufenthaltserlaubnis bekommt fliegt er/sie samt Kinder aus der Struktur und das Land ist nicht mehr zuständig

Sag mal
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Kinig
10 Tage 17 h

Storch24 da man Sich herausnimmt Einheimischen ,Die wegen psychischer Erkrankung nicht mehr arbeiten können das Lebensminimum zu streichen ,dann ist sicher andersweitig Geld da.Ausserdem arbeiten Die im Gastgewerbe.

Sag mal
Sag mal
Kinig
10 Tage 17 h

Storch24 Die wenigsten werden zurückgehn bevor alles wieder aufgebaut ist.

VintschgerLauser
10 Tage 17 h

Guat gongan tat i sogn 😜

Gredner
Gredner
Kinig
10 Tage 15 h

Ist in der Ukraine das Essen gratis?

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
11 Tage 53 Min
Das ist Scheinheiligkeit. Wenn man sich das Formular anschaut, wird klar, dass sich die öffentliche Hand ganz aus der Affäre stiehlt. Am Ende heißt es nämlich, dass es nicht reicht, die Wohnung kostenlos zur Verfügung zu stellen, sondern dass man sich darüber hinaus verpflichtet, für sämtliche Spesen aufzukommen. Dafür die IMU für ein paar Monate zu erlassen wirkt wie ein Hohn. Es wirkt einigermaßen arrogant, wenn jemand gratis eine Wohnung zur Verfügung stellt, diesen auch noch zur Übernahme aller Kosten zu verpflichten. Dafür braucht man wohl kein Ansuchen. Die paar Monate IMU Nachlass decken niemals die Kosten zur Versorgung von… Weiterlesen »
primetime
primetime
Kinig
10 Tage 12 h

Die Kirche hat ja so viele immobilien. Beteiligen die sich an der Solidarität?

Savonarola
11 Tage 1 h

voelleicht gibt es auch in der Schweiz Wohnungen, die zur Verfügung gestellt werden können

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