Witrenko sieht wegen Krieg den Gastransit teils gefährdet

Ukraine warnt vor Einbruch bei Transit von russischem Erdgas

Sonntag, 24. April 2022 | 15:12 Uhr

Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz hat vor einem Einbruch des Transits russischen Erdgases über die Ukraine gewarnt. “Wir schätzen, dass ein Drittel der von Russland in die EU über die Ukraine exportierten Gasmenge verloren gehen kann, wenn die Besatzungskräfte nicht damit aufhören, die Funktion unserer Stationen zu stören”, schrieb Naftogaz-Chef Jurij Witrenko am Samstag bei Twitter. Naftogaz betreibt das ukrainische Gastransportsystem.

Nach Angaben des Unternehmens wurden am Freitag mehr als 58 Millionen Kubikmeter Erdgas aus Russland nach Westen transportiert. Trotz des russischen Angriffs vor zwei Monaten hat die Ukraine weder den Erdgas-, noch den Erdöltransit nach Westen eingestellt. Auch die kurzzeitige Besetzung großer Teile der Nordukraine einschließlich der Pumpstationen an der russischen Grenze durch russische Truppen zu Kriegsbeginn führten nicht zu einem Rückgang.

Seit Kriegsbeginn wurden über das Territorium der Ukraine mehr als fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Westen gepumpt. Zugleich verlangt Kiew von den EU-Staaten einen Boykott russischer Energieträger, um Russland die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu erschweren.

Von: APA/dpa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Ukraine warnt vor Einbruch bei Transit von russischem Erdgas"


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Guri
Guri
Superredner
1 Monat 2 Tage

Paradox die Situation , der Westen sanktioniert , zugleich kauft er mit Milliarden Gas und Öl vom Aggressor .

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 2 Tage

und bezahlt die andere Seite dafür, dass sie dies ermöglichen. Die Ukraine kriegt Geld für den Gastransport.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 2 Tage

@Guri Ist es nicht noch paradoxer, dass die Ukraine als überfallenes Land das Gas weiter leitet? Eigentlich wird der schwarze Peter den Abnehmern zugeschoben und verlangt sie sollten Keines mehr kaufen. Sie könnten ohne weiteres die Leitung kappen. Wo wäre der Unterschied, in beiden Fällen würden Verträge nicht eingehängt.

Hustinettenbaer
1 Monat 2 Tage

Paradox ist auch: Polen und Ukraine, die davon ausgingen, dass ihnen Russland ans Leben will, es finanziell unterstützten:
Seit 2013 liefert D im Reverse Flow russisches Erdgas an die Ukraine (und Polen).

Konflikte: RWE liefert über Polen Gas an die Ukraine | ZEIT ONLINE

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 2 Tage

@Hustinettenbaer Keines dieser Länder hat sich in der Vergangenheit mit Ruhm bekleckert aber dies zur Zeit zu sagen stellt einen gleich in die Ecke Putins!
Alle samt Heuchler!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 1 Tag

@Neumi Aber, wenn man als Ukraine Gas Käufe vermeiden will , warum reklamieren sie, dass sie nicht in vollem Unfang weiter leiten können?

Hustinettenbaer
1 Monat 1 Tag

N.G.
Wenn jemand und ich roten Mohn sehen, würde ich auch “zu dieser Zeit” nicht “gelb” sagen.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Sprengts de Gasleitung und basta

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 7 h

@N.G. Politik. Die geben doch nicht öffentlich zu, dass sie dafür bezahlt werden. Fakt ist: Durch das Gas finanziert Europa den Krieg auf beiden Seiten.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 7 h

@Spiegel Das würde nichts ändern. Der Krieg würde auch dann nicht nennenswert weniger lange dauern, wenn Europa sofort alle Zahlungen Richtung Russland einstellen würde.
Und Leute, von denen man was haben will, lässt man nicht ohne Heizung und Strom dastehen. Man kann von ihnen verlangen, dass sie Heizung und Strom aufgeben, aber man darf es ihnen nicht nehmen.

Jaime
Jaime
Neuling
1 Monat 1 Tag

Eine weitere Drohung und Repression.

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Auffällig: jetzt wo “Gas” als teures Gut zu sparen gilt, wird in Medien aggressiv Werbung für Gasanschlüsse geschaltet: Italgas…
Wer Idiot wird denn da drauf reinfallen? Die Gas- und Öllobby macht sich Ihre eigenen Gesetze: maximale Gewinne, kein Umweltdenken oder Menschenrechte!

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