Ungarns Außenminister: Lieferroute über Serbien stabil

Ungarn verhandelt mit Russland über Gasimport über Türkei

Montag, 18. Juli 2022 | 16:42 Uhr

Ungarn will sämtliche Gaslieferungen aus Russland auf die Turkstream-Pipeline umleiten, die das Gas über Serbien in das mitteleuropäische Land bringt. Derzeit führe Ungarn Gespräche mit Russland über die geplante Änderung, sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto an Montag. Der Schritt sei notwendig, da die Gaslieferungen aus Österreich nach Ungarn durch die Unsicherheit im westeuropäischen Pipeline-System gesunken seien. Die Lieferroute über Serbien sei stabil.

Ungarn hatte im vergangenen Jahr einen Vertrag mit Russland mit einer Dauer von 15 Jahren geschlossen. Dabei wurde statt der bisherigen Transferroute über das ukrainische Staatsgebiet vertraglich festgelegt, dass 3,5 Milliarden Kubikmeter über die neue Gaspipeline Turkstream über Serbien und eine Milliarde Kubikmeter über Österreich nach Ungarn geliefert werden.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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2 Kommentare auf "Ungarn verhandelt mit Russland über Gasimport über Türkei"


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Philingus
Philingus
Superredner
30 Tage 13 h

Tja, so ist das eben, wenn Super-Schlaumeier aus nationalistischer Weltanschauung heraus – nebenbei noch homophob und antidemokratisch (siehe auch Moskau) – hinter dem Rücken Geschäfte machen. Zu prüfen ist, inwiefern antidemokratisch gesinnte Mitgliedsstaaten der EU zukünftig ausgeschlossen werden können. Aber: der Igel ist dann doch schneller als Schlaumeier-Häschen Orban. Lassen wir ihn, er stellt sich selbst immer weiter abseits.

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
29 Tage 20 h

Ungarn sollte besser über Austritt aus EU und Mitgliedschaft bei den GUS Staaten (oder direktem Anschluss an Russland) verhandeln….

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