Pan zufrieden

Unternehmerverband: “Export sichert Beschäftigung”

Freitag, 31. Juli 2015 | 11:10 Uhr

Bozen – Während  im  Rest  Italiens durch die Krise fast eine Million Arbeitsplätze
verloren  ging,  ist  die Anzahl der Beschäftigten in Südtirol seit 2008 um
4,1  Prozent  gestiegen,  d.h. um rund 10.000 Personen. „Dass unsere Region
die  Krise  besser  überstanden hat als andere, ist vor allem Verdienst der
exportorientierten    Unternehmen“,   unterstreicht   der   Präsident   des
Unternehmerverbandes  Südtirol, Stefan Pan (Pan Tiefkühlprodukte GmbH). Die
Istat-Daten  sprechen eine klare Sprache: seit dem Beginn der Krise bis zum
ersten  Trimester 2015 ist der Südtiroler Export um 28,8 Prozent gestiegen.
In Italien wurde Südtirol nur von Ligurien übertroffen.

„Diese   Zahlen   zeigen   klar   und   deutlich,  wie  die  internationale
Wettbewerbsfähigkeit   der   Unternehmen  eine  Region  stärken  kann.  Die
heimischen Betriebe reagierten rasch auf die Krise des internen Marktes und
suchten nach neuen Absatzmärkten. Gesteigert werden konnte insbesondere der
Export in Länder außerhalb der EU. Dieser macht mittlerweile 30 Prozent des
gesamten Exportes aus. Bedenkt man, dass mehr als 90 Prozent des weltweiten
Wachstums  außerhalb Europas erfolgt, so wird dieser Anteil in den nächsten
Jahren noch weiter wachsen“, ist Pan überzeugt.

International  wettbewerbsfähige  Unternehmen  schaffen neue Arbeitsplätze.
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, auf strategische Wettbewerbsfaktoren
wie  Steuerlast, Energiekosten und Effizienz der öffentlichen Verwaltung zu
setzen,  meint  Pan. „Die Maßnahmen im Bereich der Irap und Einkommensteuer
Irpef  haben  bereits  erste  positive  Auswirkungen  gezeigt. Diese müssen
weitergeführt  und  von anderen Maßnahmen begleitet werden, in erster Linie
von  einer  Erleichterung  bei der GIS für die Produktionsstätten“, so Pan.
Die  Energiekosten  für  Unternehmen  sind  um  30 Prozent höher als in den
angrenzenden  Ländern.  „Ziel  der  Südtiroler Energiepolitik muss es sein,
Vorteile  für  Familien  und Unternehmen zu schaffen“, fordert Pan. Was die
öffentliche  Verwaltung  betrifft,  so  stellen  die  neuen  Gesetze in den
Bereichen öffentliche Ausschreibungen und Urbanistik eine große Chance dar:
„Lassen  wir  die  Unternehmen  arbeiten.  Sie  sollen  sich auf Innovation
konzentrieren können und nicht auf bürokratische Auflagen.“

Von: ©lu

Bezirk: Bozen