Präsidiumssitzung des Südtiroler Wirtschaftsringes

Unterstützung für die heimische Wirtschaft

Montag, 29. Juni 2015 | 17:37 Uhr

Bozen – „Die Landesregierung hat für das Jahr 2015 Steuererleichterungen im Wert von insgesamt 210 Mio. Euro beschlossen, rund 125,8 Mio. davon kommen unmittelbar Südtirols Unternehmen zu Gute. Steuererleichterungen, von denen jeder Unternehmer und jede Unternehmerin profitiert. Dies ist eine zielgerichtete Maßnahme zur Unterstützung der heimischen Betriebe, auf diesem Weg gilt es weiterzuarbeiten“, eröffnete SWR-Präsident Philipp Moser die jüngste Präsidiumssitzung des Südtiroler Wirtschaftsringes.

Unterstützung können und sollen sich die heimischen Betriebe auch von der neuen Gesellschaft, die aus der Fusion zwischen EOS, SMG, TIS und BLS hervorgeht, erwarten. Development, Sales und Communication werden die drei Bereiche sein, in denen die Gesellschaft tätig sein und die heimischen Unternehmen unterstützten wird. „Damit diese Dienstleistungsgesellschaft auch erfolgreich ist, muss eine enge Abstimmung mit der Wirtschaft erfolgen. Von daher geht unser Appell an die beiden Eigentümer Land und Handelskammer, die Realwirtschaft eng mit der neuen Gesellschaft zu verzahnen. Dadurch können Angebot und Nachfrage aufeinander abgestimmt und Synergien optimal genutzt werden. Wir Unternehmer müssen dieser Gesellschaft zeigen, wo wir Unterstützung brauchen und diese dann auch annehmen“, so Moser.

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Handelskammerpräsident Michl Ebner unterstrichen, dass dies im Sinne der beiden Eigentümer sei. Die nächsten Schritte zur inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung der Gesellschaft werden noch innerhalb Juli erfolgen damit das Ziel, mit 1. Januar 2016 operativ zu sein, auch eingehalten werden kann. Weitere Themen waren das neue Gesetz zur Landesraumordnung, die weitere Vorgehensweise in Bezug auf den Flughafen Bozen und die Berücksichtigung der Privatwirtschaft für den Zugang bei den EFRE und ESF-Programmen.

Der Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat informierte im Anschluss auch über die Arbeiten am neuen Landesgesetz zur öffentlichen Vergabe, welches im Herbst dem Landtag vorgelegt werden soll. „Die Vergabe nach dem wirtschaftlich günstigsten Angebot und die bürokratische Entlastung vor allem bei Kleinstaufträgen gehören zu den am häufigsten genannten Anliegen von Südtirols Wirtschaftstreibenden. Es scheint, als ob diese auch berücksichtigt werden“, so der SWR-Präsident im Anschluss an die Ausführungen. „Wir sensibilisieren unsere Betriebe dahingehend, dass sie eine hohe Qualität bei ihren Produkten und Dienstleistungen sicherstellen und sich nicht dem Preiskampf ausliefern dürfen. Es ist daher nur legitim, dass auch die öffentliche Hand diese Bemühungen dahingehend unterstützt“, so Moser abschließend.

„Jüngste Statistiken zeigen, dass das Vertrauensklima sowohl bei Unternehmen als auch bei Arbeitnehmern steigt und prognostizieren ein leichtes Wirtschaftswachstum. Es ist nun wichtig, weitere Maßnahmen zur Entlastung und Unterstützung von Betrieben zu setzen, denn nur dadurch wird ein tatsächlicher Aufschwung auch unterstützt“, so Moser abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen