hds: „Überwachung notwendig, um absolute Qualität zu garantieren“

Untersuchung zum handwerklich hergestellten Speiseeis

Montag, 15. Juni 2015 | 16:11 Uhr

Bozen – Die Speiseeishersteller im hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol begrüßen in einer Aussendung, die heute vom Tierärztlichen Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebes vorgestellten Ergebnisse einer Untersuchung zum Speiseeis in Bozen.

„Dass mit der Studie markante Unterschiede in der Verwendung von Zutaten und Zusatzstoffen festgestellt wurden, unterstreicht, wie wichtig es ist, die Qualität des Produktes immer in den Mittelpunkt zu stellen und sich entsprechend an Qualitätskriterien zu halten“, betont der Präsident der Speiseeishersteller im hds, Martin Kaufmann.

„Unsere Berufsgruppe setzt sich seit jeher für die Festlegung und Einhaltung der Richtlinien für handwerklich produziertes Speiseeis ein“, sagt Kaufmann. Nicht zuletzt sei die entsprechende Durchführungsverordnung zur Handwerksordnung auf Drängen der Berufsgruppe entstanden um gute, gesunde, frische und heimische Qualitätsprodukte zu garantieren.

„Damit die Handwerksordnung mit ihren hohen qualitativen Anforderungen nicht ein zahnloser Tiger bleibt, überwachen die amtlichen Inspekteure die Produktionsstätten und die verwendeten Rohstoffe, sie entnehmen Muster und analysieren die Inhaltstoffe auf deren Güte. Und das ist gut so“, erklärt Kaufmann.

Unter anderem wurde mit der Durchführungsverordnung festgelegt, was als Eisdiele bezeichnet werden darf. Als „Eisdiele“ dürfen sich nur Betriebe bezeichnen, die das Eis in den eigenen Produktionsstätten selbst herstellen. D.h., dass ein Geschäft oder eine Bar, die keine eigene Produktion hat, darf sich nicht als Eisdiele bezeichnen. Darüber hinaus wurden Qualitätskriterien festgelegt, damit die Bezeichnung „Eisdiele/Gelateria“ gerechtfertigt ist. So dürfen zur Herstellung von handwerklichem Speiseeis nur natürliche Zutaten wie Milch und Milchprodukte, Eier, Früchte und Zucker verwendet werden. Und wie von der Handwerksordnung vorgesehen, braucht es zudem berufliche Voraussetzungen, um Speiseeis erzeugen zu können. „Ziel ist es, sich mit diesen Qualitätsrichtlinien eindeutig vom Industrie-Massenprodukt abzuheben“, so abschließend der Präsident der Speiseeishersteller im hds.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen