Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihren Sitz in Washington D.C.

US-Börsenaufsicht legte Reformplan für Börsenhandel vor

Mittwoch, 08. Juni 2022 | 22:30 Uhr

Nach der Börsenmanie rund um Meme-Aktien hat der Chef der US-Börsenaufsicht SEC einen Reformplan für Kleinaktionäre vorgelegt. Dabei geht es darum, sicherzustellen, dass Kleinanleger bei Online-Brokern den besten Preis für ihre Aktiengeschäfte erhalten. Das Vorhaben, das SEC-Chef Gary Gensler am Mittwoch veröffentlichte, sieht vor, dass Handelshäuser direkt miteinander in Konkurrenz sind, wenn sie Aufträge von Kleinaktionären erhalten. So solle der Wettbewerb gestärkt werden.

Gensler geht es vor allem um Gebühren, die Online-Broker wie TD Ameritrade, Robinhood oder E*Trade von Zwischenhändlern dafür erhalten, dass sie Aufträge an sie weiterleiten. Die SEC führt an, dass diese “Payment for Order Flow” (PFOF)-Gebühren die Kosten für die Investoren bei den Online-Brokern erhöhen. Die neuen SEC-Vorschriften sollen nun die Broker dazu verpflichten, Transparenz darüber zu schaffen, welche Gebühren sie einnehmen und wie die Handelsaufträge zugunsten der Investoren abgewickelt werden. Es wäre die größte Reform der US-Börsenregeln seit mehr als einem Jahrzehnt. Mit einem förmlichen Vorschlag wird im Herbst gerechnet.

Die Gebühren gerieten 2021 in den Blickwinkel, als eine Vielzahl von Kleinanlegern im großen Stil sogenannte Meme-Aktien wie GameStop oder AMC gekauft haben. Viele Anleger hatten dabei kommissionsfreie Broker wie die App Robinhood verwendet.

Sogenannte Meme-Aktion werden auf Social Media gehypet. Dadurch ziehen sie die Aufmerksamkeit vieler Kleinanleger auf sich, zugleich kommt es aber zu stärkeren Kursschwankungen, so dass es Händler solcher Aktien eher auf eine kurzfristiges Geschäft abgesehen haben. Durch den Online-Hype erleben Meme-Aktien drastische Kurssteigerungen; nach klassischen Maßstäben sind sie oft überbewertet. Ist der Hype in den Sozialen Netzwerken beendet, folgt sogleich der unvermeidlicher Absturz.

Von: APA/Reuters

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1 Kommentar auf "US-Börsenaufsicht legte Reformplan für Börsenhandel vor"


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N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 7 h

Die horrenden Broker Spesen haben Kleinanleger doch zu Robinhood getrieben. Broker sind Strassenräuber, verangen für wenige Klicks Unsummen!
Selbst ist der Mann, dafür gratis!

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