Bereits 30.000 Euro für die Nothilfe zur Verfügung gestellt

Verheerendes Erdbeben in Nepal: Die Caritas hilft

Montag, 27. April 2015 | 09:30 Uhr

Bozen – 3.500 Menschen sind gestorben, fast sieben Millionen Menschen brauchen nach dem verheerenden Erdbeben am Samstag in Nepal dringend Hilfe. „Uns fehlt es an allem. Bitte helft uns”: schreibt der Direktor der Caritas Nepal, Pater Pius Peruama. Die Südtiroler Caritas hat bereits 30.000 Euro für die Nothilfe im Erdbebengebiet zur Verfügung gestellt und bittet auch die Bevölkerung um Unterstützung.
 
Während die Erdstöße weitergehen, verschlechtert sich die Situation der Menschen in Nepal von Stunde zu Stunde. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Kathmandu, wo ganze Viertel buchstäblich „zerbröselt“ sind. Hunderte Dörfer und Städte im Erdbebengebiet sind noch immer unerreichbar. Bislang wurden 3.500 Todesopfer gezählt, doch es ist davon auszugehen, dass sich die Opferzahl noch erhöht, sobald sich die Rettungskräfte durch die Trümmer gegraben haben und Informationen aus entlegeneren Landesteilen eingetroffen sind.
 
Die Nothilfe der Caritas ist bereits angelaufen. Katastrophenhelfer der Caritas Australien und USA sind bereits vor Ort und verteilen Ressourcen für die Nothilfe wie Zeltplanen, Wasser, Sanitär- und Hygienematerialien. Caritas Indien unterstützt die Erdbebenopfer in Indien und hat bereits ein Rettungsteam mobilisiert, das durch das Erdbeben obdachlos gewordene Familien in Nepal mit dem Allernotwendigsten versorgt. In den kommenden Stunden wird weitere Hilfe eintreffen. Auch die Südtiroler Caritas, eingebunden ist in das internationale Caritas-Netzwerk, beteiligt sich an der Katastrophenhilfe. Sie hat bereits 30.000 Euro aus ihrem Katastrophenfond zur Verfügung gestellt.
 
“Wir stehen in ständigem Kontakt mit Thomas Preindl und Andreas Ziggl. Beide sind erfahrene Katastrophenhelfer der Caritas Österreich. Sie werden heute in Kathmandu eintreffen und weitere Hilfsmaßnahmen koordinieren“, erklären die beiden Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler und Paolo Valente. Denn jetzt gehe es ums Überleben. “Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Je schneller wir handeln, umso mehr Menschen können wir retten”, betonen Schweigkofler und Valente, und bitten auch die Bevölkerung um Mithilfe: „Die Südtiroler haben gerade in solch dramatischen Situationen immer wieder große Solidarität bewiesen. Die Menschen in Nepal sind in einer dramatischen Situation. Lassen wir sie nicht allein!“
 
Wer die Nothilfe für die Erdbebenopfer in Nepal unterstützen möchte, kann dies unter dem Spendenkennwort „Nepal“ über folgende Bankkonten der Caritas tun:
 
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801
Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032

Von: ©mk

Bezirk: Bozen