Für das Gesamtjahr ist die AUA aber optimistisch

Verlust im Winterquartal bei AUA diesmal wieder höher

Donnerstag, 27. April 2017 | 07:46 Uhr

In den Wintermonaten fliegen Airlines meist Verluste ein. So auch die AUA (Austrian Airlines). Bei der österreichischen Lufthansa-Tochter war im ersten Quartal 2017 der Betriebsverlust (EBIT bereinigt um Bewertungsgewinne, vor Zinsen und Steuern) mit 59 Mio. Euro aber fast doppelt so hoch wie im ersten Quartal vor einem Jahr.

Das lag nach AUA-Angaben im wesentlichen daran, dass Anfang vorigen Jahres mit dem Flughafen Wien-Schwechat ein neuer, billigerer Mietvertrag abgeschlossen worden war. Das brachte damals für die Quartalsbilanz einen positiven Einmaleffekt in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. So einen Einmaleffekt gab es heuer nicht.

Den Umsatz hat die AUA in den ersten drei Monaten um 10 Prozent auf 440 Mio. Euro angehoben. Es wurden um 7 Prozent mehr Passagiere befördert. Die Fluggesellschaft beschäftigt auch 7 Prozent mehr Mitarbeiter als voriges Jahr um diese Zeit.

Das Passagier- und Umsatzwachstum im ersten Quartal macht dem AUA-Vorstand Freude. Damit zeige sich, dass die Nachfrage trotz schwieriger Marktsituation ungebrochen sei. Zugleich aber “belastet uns der für diese Breitengrade typische saisonale Wintereffekt nach wie vor stark”, befand AUA-Finanzchef Heinz Lachinger. Das will man aber bald aufgeholt haben. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet die AUA weniger Gewinn als voriges Jahr. Das hat der Vorstand bereits vor längerem prognostiziert. Das Ergebnis 2017 werde aber “deutlich positiv” sein, schrieb die AUA Donnerstagfrüh.

Die AUA-Konzernmutter Lufthansa erwirtschaftet im Winterquartal erstmals seit Jahren schwarze Zahlen. Im ersten Quartal sei ein Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) von 25 Mio. Euro erzielt worden, nach einem Verlust von 53 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Grund sind gute Geschäfte in den Sparten Technik und bei der Fracht-Tochter. Der Konzernumsatz stieg um 11 Prozent auf 7,69 Mrd. Euro.

Analysten hatten bei Erlösen von 7,49 Mrd. Euro mit einem Betriebsverlust von 26,6 Mio. Euro gerechnet. Airlines fahren im reiseschwachen Jahresauftaktquartal meist rote Zahlen ein – Geld wird in der Regel erst in der Hochsaison im Sommer verdient. An der Prognose für das Gesamtjahr hält Konzernchef Carsten Spohr fest: Das bereinigte Ebit dürfte 2017 leicht unter dem Wert des Vorjahres von 1,75 Mrd. Euro liegen.

Von: apa