Überschwemmung dieser Tage in Deutschland

Versicherungen kritisieren geringe Anpassung an Klimafolgen

Sonntag, 18. Juli 2021 | 09:48 Uhr

Die Versicherungsbranche fordert nach den verheerenden Fluten im Westen Deutschlands die Politik zum Umdenken auf. “Klimafolgenanpassung kommt vielerorts zu kurz”, sagte Jörg Asmussen, Chef des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der “Welt am Sonntag”. Noch immer werde in Überschwemmungsgebieten gebaut, würden Flächen ungehindert versiegelt und stauten sich auf kommunaler Ebene Investitionen in Präventionsmaßnahmen.

“Hier gilt es umzusteuern, sonst setzt sich eine Spirale aus weiteren Katastrophen und steigenden Schäden in Gang, die erst teuer und irgendwann unbezahlbar wird”, sagte Asmussen. Es zeichne sich ab, dass das aktuelle Jahr eines der schadenträchtigsten der jüngeren Vergangenheit werde.

Der Deutschland-Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa, Alexander Vollert, bezeichnete die Schwere der Sachschäden und die große regionale Ausbreitung als einmalig. “Wir reden hier nicht von Überschwemmungen, sondern von Sturmfluten in großem Stil”, sagte Vollert der Zeitung.

Laut Allianz-Vorstand Jochen Haug ist es zu früh, Aussagen zum “jedoch sicherlich erheblichen Schadenumfang” zu machen, hieß es in dem Bericht. Der Konzern ziehe derzeit aus ganz Deutschland seine Sachverständigen zusammen, um Kunden in den betroffenen Gebieten auch vor Ort zur Seite zu stehen und schnell helfen zu können.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Versicherungen kritisieren geringe Anpassung an Klimafolgen"


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Tigre.di.montana
16 Tage 18 h

Selbstverschuldet und wissentlich in Kauf genommen. Notfallsirenen wurden auf den Dächern abgebaut, die Bürger wurden nicht gewarnt. Und über Jahrzehnte haben die Städte Gewerbe- und Neubaugebiete in den Talauen ausgewiesen, die unsere Vorfahren aus gutem Grund gemieden und nur als Grünland genutzt hatten.
Gier hat ihren Preis.

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