Oft verschleiern Software-Verkäufer, dass sie gebrauchte Lizenzen verkaufen

Viele unseriöse Anbieter für Online-Software

Freitag, 23. November 2018 | 17:59 Uhr

Ob bei Office-Paketen oder Steuerprogrammen: Wer Software im Netz nicht gerade direkt beim Hersteller kauft, kann auf viele Probleme stoßen. Das zeigt eine Untersuchung deutscher Verbraucherschützer. Im schlimmsten Fall erhielten Käufer trotz Zahlung keinen Lizenzschlüssel.

In ihrer Untersuchung bemängeln die Verbraucherschützer außerdem, dass viele Anbieter nicht offenlegen, dass sie gebrauchte Softwarelizenzen anbieten. Warnsignale seien hier Abkürzungen wie OEM, Retail-Key, MAR- oder Recovery-Version. Zudem gab es bei Nachfragen und Problemen öfter keine Reaktion der Anbieter. Und viele Shops belehrten gar nicht oder an falscher Stelle über das Widerrufsrecht.

Unterm Strich die Untersuchung, dass sich seriöse und unseriöse Software-Angebote nicht immer zweifelsfrei unterscheiden ließen, so das Fazit. Auch hinter vermeintlich vertrauenswürdigen Seiten könnten dubiose Anbieter stecken: Weder die Preise noch das Seiten-Design seien sichere Indikatoren für Vertrauenswürdigkeit. Im Rahmen von Testkäufen erwarben die Verbraucherschützer sogar erfolgreich Lizenzschlüssel, die um 95 Prozent günstiger waren als die Hersteller-Preisempfehlung.

Von: APA/dpa

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