Roboter bei der Arbeit

Volkswagen plant Sparprogramm und Abbau von 5.000 Stellen

Freitag, 08. März 2019 | 15:02 Uhr

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw plant einem Zeitungsbericht zufolge ein neues milliardenschweres Sparprogramm mit dem zusätzlichen Abbau von rund 5.000 Arbeitsplätzen. Der Vorstand um VW-Chef Herbert Diess wolle von 2023 an über zusätzliche Effizienzmaßnahmen 5,9 Mrd. Euro jährlich einsparen, berichtete das “Handelsblatt” am Freitag unter Berufung auf Informationen aus dem Konzern.

Grund sei die Umstellung auf Elektroautos, für die das Unternehmen mehr Geld benötige. Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte hingegen der “Braunschweiger Zeitung”, Grund für den Abbau sei die Einführung moderner IT-Systeme. Demnach könnten sogar bis zu 7.000 Stellen wegfallen. Der Betriebsratschef forderte der Zeitung zufolge einen Fahrplan, “damit wir vorausschauend über die nächsten Jahre die Altersteilzeit nutzen können, um unsere Personalbedarfe so anzupassen, dass sie zu den aus Digitalisierung resultierendem Aufgabenentfall passen”. Wie ein Betriebsratssprecher ergänzte, hat Volkswagen in Deutschland eine bis 2025 gültige Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Das “Handelsblatt” hatte am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise über die Pläne berichtet. Das Management wollte den Bericht nicht kommentieren. Bereits im Dezember hatte Volkswagen Einsparungen angekündigt, um Investitionen in Elektroautos und Digitalisierung stemmen zu können. Stellenstreichungen wollte der Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz schon damals nicht ausschließen.

Osterloh kritisierte nun in der “Braunschweiger Zeitung” die Konzernführung um Herbert Diess und warf ihr schwere Fehler vor. “Es kann nicht sein, dass hier Milliarden versenkt werden und das bleibt ohne Folgen”, sagte er demnach. Allein Versäumnisse bei der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP hätten VW mindestens eine Milliarde Euro gekostet. Gespräche über Maßnahmen zur Effizienzsteigerung lägen auf Eis, bis die Frage geklärt sei, wer die Verantwortung für die “großen Fehlentwicklungen” im Unternehmen trage und welche personellen Konsequenzen das habe.

Auch die Konzerntochter Audi steht vor einem Sparprogramm. Der neue Audi-Chef Bram Schot sagte in einem Interview mit der “Augsburger Allgemeinen”: “Audi soll und wird deutlich schneller und agiler als heute werden.” Es sei klar, “dass wir Speck angesetzt haben und wieder Muskeln aufbauen müssen”. Der Premiumautobauer müsse wieder mehr Geld verdienen, um in E-Autos investieren zu können.

Schot kritisierte die Zahl der Manager im Unternehmen als zu hoch, außerdem sei die Profitabilität pro Mitarbeiter in den vergangenen Jahren gesunken. Nur an einen Stellenabbau zu denken, ist dem Manager allerdings eine “zu enge” Sichtweise. “Es gibt viele Stellschrauben in einem so großen Unternehmen, um die Gesamtleistung zu steigern”.

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Volkswagen plant Sparprogramm und Abbau von 5.000 Stellen"


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Dublin
Dublin
Kinig
17 Tage 7 h

…so wird’s überall gehen…für die Elektromotörli braucht’s keine qualifizierten Arbeitskräfte mehr…
😁

Mistermah
Mistermah
Kinig
17 Tage 4 h

Auch für die anderen nicht. Die robotik und ki ist schon so ausgereift, dass 80% nicht mehr benötigt würden und das in allen Branchen. Doch was tun mit dem gemeinen volk? Grundeinkommen? 24h Verblödungstherapie?
Und wenn die plötzlich die erworbene Zeit zum denken nützen?

joe02
joe02
Tratscher
17 Tage 5 h

Beim e-Motor gibs lai mehr 3 bis 4 toale. Beim Diesel oder Benziner tausende!! Viele zulieferfirmen werdn pleite gian oder massiv personal einsparen miassn!!

Mistermah
Mistermah
Kinig
17 Tage 4 h

Thats the Future. Wir werden mit einer ganz neuen Gesellschaft konfrontiert werden, wo Arbeit und Geld in einem ganz anderen Kontext stehen.

ifinger947
ifinger947
Tratscher
17 Tage 3 h

also da biste wohl ein bisschen schlecht informiert. es sind immer noch ca. 600 Teile=laut Fachleute 🙂

ifinger947
ifinger947
Tratscher
17 Tage 6 h

iner Meinung nach ist E-Auto nicht die Technik der Zukunft ! Die Reichweite ist einfach ein Witz ! Bei Hitze oder Kälte schrumpft die teileise unter 250 Km. Das wurde kürzlich wieder bewiesen wo ein PKW nicht mal von München nach Sexten ohne Nachladen kam. Die Lösung ist das Wasserstioffauto wo es nur noch am Tankstellennetz fehlt 

Mistermah
Mistermah
Kinig
17 Tage 4 h

Dein Problem ist dass du alles auf die Batterie reduzierst. Drahtlose Energieübertragung über weite Distanzen benützte schon Tesla vor über hundert Jahren. In kleinem Rahmen wurde dies sogar zugelassen, nur registriert keiner das dies auch im großen Stil leicht umsetzbar wäre. Physikalisch null Problem.

tschonwehn
tschonwehn
Tratscher
11 Tage 1 h

@ifinger947
Richtig. Bei Wasserstoff hat es den Vorteil, daß das bisherige Tankstellennetz dafür verwendet werden kann, während das mit den Batterieladesäulen die unendliche Geschichte wird. Außerdem hat das Brennstoffzellenauto keine Reichweitenbeschränkung in dem Maß, wie die Stromer.

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