Kritisches Hinterfragen ist angebracht

Vorsicht bei telefonischen Spendenaufrufen für Krebsbetroffene

Montag, 27. Juli 2015 | 12:32 Uhr

Bozen – "Immer wieder wird uns mitgeteilt, dass Menschen per Telefon kontaktiert werden, um eine Spende für Krebspatienten zu erbitten. Offensichtlich läuft in Südtirol derzeit wieder eine fragwürdige telefonische Spendensammlung ab. Die beiden größten Südtiroler Krebshilfe-Organisationen distanzieren sich ausdrücklich davon", so der Dachverband für Soziales und Gesundheit.

Der Dachverband für Soziales und Gesundheit weist darauf hin, dass diese telefonischen Spendenaufrufe weder von der Südtiroler Krebshilfe und auch nicht von der Liga zur Krebsbekämpfung (LILT) kommen. Die beiden größten Südtiroler Krebshilfe-Organisationen haben damit nichts zu tun. Leider werden sie aber immer wieder mit solchen undurchsichtigen Aktionen in Verbindung gebracht oder verwechselt.

Sowohl die Südtiroler Krebshilfe als auch die Liga zur Krebsbekämpfung (LILT) distanzieren sich ausdrücklich von telefonischen Spendensammlungen. Sie unternehmen weder solche telefonischen Sammelaktionen, noch gehen sie von Tür zu Tür, um Spenden zu sammeln. Sie nehmen ausschließlich freiwillige Spenden per Bank- oder Postüberweisung an.

Sowohl die Südtiroler Krebshilfe als auch die Liga zur Krebsbekämpfung (LILT) verfügen über das Gütesiegel „Sicher Spenden.“ Dieses garantiert, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden, und geben Einblick in die Verwendung der Mittel.

Grundsätzlich gilt: Wer telefonisch um eine Spende gebeten wird, sollte sich nicht zu Spenden drängen lassen und auf jeden Fall weitere Abklärungen treffen.

Tipp: Verlangen Sie einen Einzahlungsschein, den aktuellen Jahresbericht und die revidierte Jahresrechnung der Organisation. Achten Sie auf das Sicher-Spenden-Gütesiegel auf den Unterlagen oder machen Sie sich selber ein Bild davon, ob die Organisation transparent informiert und ihre Mittel gewissenhaft einsetzt. Mit einem Anruf bei den Krebshilfe-Organisationen kann im Zweifelsfall geklärt werden, ob gegenwärtig tatsächlich in einer telefonischen Sammelaktion um Spenden gebeten wird.

Von: lu

Bezirk: Bozen