VW äußerte sich nicht zu den Vorwürfen

VW-Abgasmanipulationen betreffen laut Medien auch Benziner

Sonntag, 02. September 2018 | 13:14 Uhr

VW, Audi und Porsche sollen Abgastests auch bei einigen Benzinern manipuliert haben. Dies gehe aus Zeugenberichten in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft München hervor, berichtete die “Bild am Sonntag”. Ein VW-Sprecher wollte sich zu den Fragen wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern. Das deutsche Verkehrsministerium sieht indes keine Anhaltspunkte für einen Betrug bei Benzinern.

Bei einem Krisentreffen im November 2015 hätten Experten aus dem VW-Konzern berichtet, dass Automatikgetriebe der drei Marken Schaltprogramme enthielten, die nur auf dem Prüfstand aktiv seien und Emissionswerte beeinflussen könnten. Zeugen hätten den Ermittlern gegenüber erklärt, dass die Getriebefunktionen in erster Linie zur Manipulation des CO2-Ausstoßes und damit des Spritverbrauchs genutzt worden seien.

Der VW-Sprecher gab keine Stellungnahme ab, verwies aber darauf, dass der Wolfsburger Auto-Hersteller in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Kraftfahrtbundesamt über Getriebethemen gesprochen habe. “Es gibt in diesem Zusammenhang keine neuen Sachverhalte.”

Nach Angaben des deutschen Verkehrsministeriums haben sich bisher keine Anhaltspunkte für einen Betrug bei Benzinern des Konzerns ergeben. Das teilte die Behörde am Sonntag auf Anfrage in Berlin mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sei den bereits bekannten Vorwürfen nachgegangen.

Die Staatsanwaltschaft München wollte sich am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern. VW teilte mit, Getriebethemen seien mit dem KBA in den vergangenen Monaten intensiv besprochen worden. “Es gibt in diesem Zusammenhang keine neuen Sachverhalte mehr.” Entscheidungen und Maßnahmen seien erfolgt. “Zu den weiteren Fragen, die im Kontext staatsanwaltlicher Ermittlungen stehen, können wir uns vor dem Hintergrund der laufenden Verfahren wie üblich inhaltlich nicht äußern.”

Aus einer internen Präsentation, die der Zeitung vorliege, gehe hervor, wie gewünschte Schaltprogramme auf dem Prüfstand aktiviert würden, um Emissionen zu verringern, schrieb die “Bild am Sonntag” weiter. Eine Anleitung betreffe den T5 Bulli. Demnach solle der Testfahrer zum “Aktivieren des Rollenmodus” die Zündung einschalten, den Warnblinker betätigen und fünf Mal das Gaspedal 100 Prozent drücken.

Im November 2015 hatte VW zugegeben, bei der Typ-Zulassung zahlreicher Modelle zu niedrige CO2-Werte angegeben und damit falsche Versprechen über den Sprit-Verbrauch gemacht zu haben. Davon waren nach ersten Angaben des Dax-Konzerns rund 800.000 Fahrzeuge betroffen, darunter auch mehrere Benziner. Später reduzierte VW die Zahl der betroffenen Fahrzeuge auf etwa 36.000. Bis dahin war der Abgasskandal auf die Manipulation von Stickoxidwerten bei Dieselautos beschränkt.

Von: APA/ag.

Kommentare

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5 Kommentare auf "VW-Abgasmanipulationen betreffen laut Medien auch Benziner"


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OrB
OrB
Universalgelehrter
17 Tage 8 h

Nie wieder VW oder Audi!

sitting bull
sitting bull
Tratscher
17 Tage 5 h

Oder Seat und Skoda

Paul
Paul
Universalgelehrter
17 Tage 9 h

guate Werbung

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

die Andern riechen nicht besser.

berthu
berthu
Superredner
16 Tage 11 h

Die Autobranche ist durch und durch versaut:
Manipulation und Betrug an Neuwagen, gelogene Verbrauchs-, Abgas- und Fahrwerte, Beschiß bei Wartung, überteuerten und minderwertigen Ersatzteilen, Beschiß bei Miete und Leasing,  Rostvorbeugung, minderwertige Schmier- und Treibstoffe, verfrühte Obsoleszenz und Wertverluste durch Modellpolitik, KM-Betrug bei Wiederverkauf,  u.a.versicherungstechnische Fallen.
Dies alles verstärkt durch den Staat mit seiner Steuer-, Im-Export- und Mautpolitik mit vielen Vorschriften, Strafen, aber ineffizienter Kontrolle.
Die Branche gebart sich als Superlative in Werbung und Id, in der Praxis arbeitet sie wie in einem x-beliebeigen Drittland.Als Autofahrer hat man den täglichen Kampf gegen diese Unehrlichkeiten! Mit wenigen Ausnahmen.

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