Diess (l.) setzt auch auf E-Mobilität

VW-Chef hält neue CO2-Grenzwerte für VW für erreichbar

Donnerstag, 20. Dezember 2018 | 06:15 Uhr

Volkswagen-Chef Herbert Diess hält die in der EU vereinbarten künftigen CO2-Grenzwerte für erreichbar – kritisiert den Kompromiss aber trotzdem scharf. “Natürlich werden wir das Ziel, bis 2030 die CO2 Emissionen nochmals um 37,5 Prozent zu reduzieren, erreichen können”, sagte Diess der “Bild”-Zeitung (Donnerstagsausgabe). “Mit unserer E-Plattform und der starken Präsenz in China schaffen wir das.”

“Dieses verschärfte Ziel bedeutet aber einen großen strukturellen Wandel”, so Diess. So würde Volkswagen bis 2030 in Europa einen Absatzanteil von 40 Prozent E-Autos erreichen müssen, sagte er. “Wegen der teuren Batterien und der CO2-Strafzahlungen für konventionelle Autos würde Einstiegsmobilität sehr viel teurer werden, für viele Kunden unerschwinglich. Und es würde Arbeitsplätze kosten, in einer Größenordnung, die wir in diesem Zeitraum nicht mehr über Vorruhestandsregelungen abbauen könnten.”

Er frage sich, ob sich “die Politik wirklich über die Auswirkungen ihrer Entscheidungen im Klaren” sei, sagte Diess der “Bild”-Zeitung. “Wird sie diese Entscheidungen auch durchsetzen können?” Mit Blick auf die “Gelbwesten”-Proteste in Frankreich sagte der Konzernchef, in Paris würden “Menschen wegen 10 Cent mehr für Diesel auf die Straße” gehen.

Rat und Parlament der EU hatten sich am Montagabend darauf geeinigt, die CO2-Grenzwerte für Neuwagen stärker als von Deutschland angestrebt zu verschärfen. Die Emissionen neuer Autos sollen bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden. Der CO2-Ausstoß von Kleintransportern soll demnach um 31 Prozent sinken.

Von: APA/ag.

Kommentare

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3 Kommentare auf "VW-Chef hält neue CO2-Grenzwerte für VW für erreichbar"


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nuisnix
nuisnix
Tratscher
30 Tage 4 h

Das ist jetzt natürlich ein großer Hammer.
Aber seit Jahren haben sie nur rumgeeiert, sowohl die Politik, die ihre schützende Hand über die Autoindustrie gehalten hat, als auch die Autoindustrie, die nach Strich und Faden betrogen und beschissen hat.
Hätte man schon vor Jahren, als jede Diskussion diesbezüglich immer wieder im Keim erstickt worden war, Schritte gesetzt – immer wieder kleine Schritte, einen nach dem anderen – wäre man heute schon viel weiter und müsste jetzt nicht jammern und dem kleinen Mann von der Straße drohen, er wird sich in Zukunft kein Auto mehr leisten können.

l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
30 Tage 3 h

so ist es

typisch
typisch
Universalgelehrter
30 Tage 4 h

Das zjrechgeschnitene gesetz sollte ja auch die deutsche autolobby ankurbel, prototypnmototen sind sicher schon parat

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