VW will in Europa sechs Batteriezellen-Fabriken bauen

VW schließt Partnerschaften für Batteriezellen-Produktion

Mittwoch, 08. Dezember 2021 | 12:02 Uhr

Volkswagen treibt den Aufbau einer eigenen Produktion von Batteriezellen für Elektroautos mit mehreren Partnerschaften voran. Mit dem belgischen Materialtechnologie- und Recycling-Konzern Umicore, dem Lithiumhersteller Vulcan Energie und dem US-Batterie-Start-up 24M seien für die Großserienproduktion von Akkus Verträge geschlossen worden, teilte Volkswagen am Mittwoch mit. Der deutsche Konzern will in Europa sechs große Batteriezellfabriken hochziehen.

Technik-Vorstand Thomas Schmall hatte für die Investitionen dafür sowie für die Sicherung der Rohstoffmengen im Reuters-Interview unlängst die Summe von bis zu 30 Mrd. Euro genannt.

Ein Gemeinschaftsunternehmen mit Umicore werde die Zellfabriken mit Kathodenmaterial beliefern, erläuterte Schmall nun. Die Produktion solle 2025 mit einer anfänglichen Kapazität von 20 Gigawattstunden für die Versorgung der Zellproduktion in Salzgitter starten und schrittweise erhöht werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 160 Gigawattstunden angepeilt, was dem Bedarf für den Bau von etwa 2,2 Millionen E-Autos entspreche. Zusammen mit Umicore will Volkswagen außerdem Kapazitäten für die Produktion von Vorstufen- und Kathodenmaterial aufbauen. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen die Partner auch beim Recycling von Batterien zusammenarbeiten.

Mit Vulcan, der im Oberrheingraben Lithiumhydroxid gewinnen will, traf Volkswagen eine langfristige Liefervereinbarung für den Batterierohstoff. Bedingung ist allerdings, dass die deutsche Tochter des australischen Unternehmens Vulcan Energy die kommerzielle Förderung von Lithium 2026 auch erfolgreich aufnehmen kann. Der zur Herstellung von Batterien für Elektroautos benötigte Rohstoff soll aus Thermalwasser im Oberrheingraben gewonnen werden. Durch die gleichzeitige Nutzung der Wärme des aus der Tiefe geförderten Wassers ist das Lithium nach Unternehmensangaben CO2-neutral. Zu seinen Kunden zählt Vulcan auch den Opel-Mutterkonzern Stellantis, den französischen Autobauer Renault sowie Umicore und den Batteriehersteller LG Chem.

Um modernste Produktionstechnologien für Zellfabriken zu entwickeln, beteiligt sich VW ferner an dem amerikanischen Batteriespezialisten 24M, einem Spin-off der Technik-Uni Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Von: APA/Reuters

Kommentare

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24 Kommentare auf "VW schließt Partnerschaften für Batteriezellen-Produktion"


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inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Die Verbrenner-Autos werden noch eine lange Zukunft haben.

Herri
Herri
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Verbrenner Autos haben keine Zukunft.

Galantis
Galantis
Tratscher
1 Monat 13 Tage

..da stimme ich ihnen zu, aber nur die Oldtimer werden überleben. Aktuelle Verbrenner sind passé!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 13 Tage

@Galantis …der Klang eines Achtzylinder Benziners ist schon a geile Sache…

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Doolin…da gebe ich dir recht. Aber es arbeiten mit Sicherheit schon unzählige Ingenieure an Soundsystemen für E-Autos. Schon allein deshalb, weil die lautlos durch die Städte Fahrenden eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Fußgänger, Ältere, Kinder usw. bedeuten. Da wird hoffentlich ein kerniger 6 oder 8-Zylinder Sound dabei sein. Solange behelfen wir uns halt mit den Echten !!! 😉😉😉

timetosay
timetosay
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Super. Der Elektromobilität gehört die Zukunkt. Aktuelll sind ja schon über 650 km möglich.

Frank
Frank
Superredner
1 Monat 13 Tage

Vor Allem sind die 650 Km, die nur extrem wenige Modelle erreichen, nur dann möglich, wenn man im Winter nicht heizt, im Sommer nicht kühlt, kein Radio hört, nicht bei Dunkelheit mit Licht fährt, …

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Frank..👍 Audi E-tron auf Basis Q5 laut Prospekt 470 Kilometer vollelektrisch. Laut Aussage eines Audi Mitarbeiters, der ihn als Geschäftswagen fährt, im Alltagsbetrieb maximal 220 !! 🙈 Kilometer….

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Die deutsche Autoindustrie ist bei den E-Autos sehr spät dran!
Wenn die in den nächsten 2-3 Jahren nicht Vollgas geben dann wars das.

Zugspitze947
1 Monat 13 Tage

OrB. Quatsch immerhin hat BMW bereits 1 MILLION E-Autos verkauft ! Was fehlt ist das Wasserstoffauto =das hätte ZUkunft ! 🙁

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Zugspitze947
Das Wasserstoffauto BMW war schon vor Jahrzehnten erprobt, aber in der Schublade gelandet. Warum wohl?

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Zugspitze947
woher kommt der wasserstoff??
haste schon mal daran gedacht? achja, wir produzieren 10% mit überschüssigem grünen strom, andere 10% mit kohle und erdölprodukte und den rest kann man ja bequem aus russland importieren( blauer wasserstoff).Google mal wie der gewonnen wird!. also verarsche pur! informier dich mal! achja und gar nicht zu sprechen vom wirkungsgrad, da stehen einem die ” grausbirnen” auf

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Zugspitze947
Nein mein Bester, nicht die Stückzahlen, sondern bei der Weiterentwicklung hinkt die deutsche Autoindustrie hinterher.
In den letzten Jahren wurden die Autos nur größer, schneller, lauter, die Innovationen schufen die Marken aus Fernost.

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@Zugspitze947..Wasserstoff könnte eine Alternative werden. Zum Rest deines Kommentars 👎. Denn was ist schon 1 Million. Und in welchem Zeitraum ? Da hast du sicher auch die Pseudo E-Autos “Plug in Hybrid” dazugerechnet. Und nur weil BMW seinen Hauptsitz in Bayern hat, sind sie auch nicht besser. Deutschland ist sehr (zu) spät aufgewacht. Profitiert allerdings noch von seinem, auch international, sehr guten Ruf in den gehobenen Segmenten.

Zugspitze947
1 Monat 12 Tage

Traktor: bist ganz schlecht informiert: Es gibt ganz neue Verfahren ,du wirst STAUNEN was da geht 🙂

Zugspitze947
1 Monat 12 Tage

berthu:weil Niemand in das Tankstellennetz investieren will,aber das wird sich bald ändern,die Technik hat Zukunft 🙂

Zugspitze947
1 Monat 11 Tage

berthu: also soviel ich weiss hat NUR MERCEDES in den 80/90er Jahren ein perfektes und mit höchstem LOB vom ADAC bedachtes Wasserstoffauto auf die Strasse gebracht und wurde 140.000 KM Quer durch Europa gefahren. Leider wurde es nicht in Serie gebaut weil Niemand in das Tankstellennetz investieren wollte. Ich würde es sofort kaufen ! 🙂

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Mann, die sind ja hinten. Achja, haben ihre Energien im Dieselvertuschungsskandal verbraucht.

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

das sind mal gute nachrichten! made in eu und nicht in tschaina!!
unabhängig lautet das schlagwort

faif
faif
Superredner
1 Monat 13 Tage

…alle wollen elektroautos….nur gut dass atomstrom zukünftig grüner strom genannt wird, dann sind wir ja auf dem richtigen weg!

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@faif…in Bayern hätten sie gerne den Strom aus den Offshore Windparks in Nord- und Ostsee. Nur die Trassen zum “Transport” nach Bayern sollen möglichst du die benachbarten Bundesländer verlaufen. Motto “Heiliger St. Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andere an”. Und das unter politischer Führung des 🐝🐝 Retters Markus Söder 🤣🤣🤣😡😡

Zugspitze947
1 Monat 11 Tage

Offline1: da hast du leider RECHT,dazu zählt auch die Brennerlinie durch das Inntal bis Münschen und die 10 H Regel für Windkraft ! Die CSU hat leider immer noch nicht verstanden was es geschlagen hat ! 🙁

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Aha, Verträge, …will hochziehen…? die wievielte Ankündigung ist das? Wo sind all die Batteriefabriken in EU, die angekündigt wurden?
Ist wohl nur eine Werbebegleitphrase für die VW-E-Mobile.
Dann beteiligt euch auch mal an der Netzentwicklung, sonst wird das nix mit Ladeinfrastruktur. Ölförderung, Kohle und Verbrenner ausreizen bis zum Kollaps, sonst kommt von dieser Industrie nicht viel.

king76
king76
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Und Südtirol liefert in Strom…..

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