Verhandlungen mit US-Behörden und anderen Klägern laufen

VW zu Entschädigung von 10 Mrd. Dollar in den USA bereit

Donnerstag, 23. Juni 2016 | 19:25 Uhr

Zur Bereinigung des Skandals um manipulierte Abgaswerte will Volkswagen in den USA offenbar eine Entschädigungssumme von insgesamt etwa zehn Milliarden Dollar (8,8 Mrd. Euro) zahlen. Diese Zahl nannten mit dem Dossier vertraute Kreise am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie bestätigten damit Informationen der Agentur Bloomberg.

Der Konzern will diesen Angaben zufolge bis zu 7.000 Dollar an einzelne Besitzer von Dieselfahrzeugen zahlen, die mit der manipulierten Software ausgestattet waren. Außerdem wolle das deutsche Unternehmen in einen Fonds zur Bekämpfung der Luftverschmutzung einzahlen.

VW verhandelt derzeit mit den US-Behörden und anderen Klägern über eine außergerichtliche Einigung. Der fertige Plan soll am kommenden Dienstag einem Bundesrichter in San Francisco vorgelegt werden.

Von der Manipulation der Abgaswerte sind in den Vereinigten Staaten mehr als 480.000 Fahrzeuge betroffen. VW hat für die weltweite Bewältigung des Skandals in der Bilanz für 2015 eine Rückstellung in Höhe von mehr als 16 Milliarden Euro gebildet.

Von: apa