Arbeiten schreiten voran

WaltherPark: Großes Interesse bei Delegation aus Deutschland

Freitag, 17. Juni 2022 | 14:58 Uhr

Bozen – Die Themen Stadtviertelerneuerung und Stadtentwicklung standen im Mittelpunkt von Gesprächen einer Wirtschaftsdelegation aus Rheinland-Pfalz und SIGNA Bozen. Die hochkarätige Delegation, angeführt von Staatsministerin Daniela Schmitt, besuchte die Baustelle des WaltherPark und erfuhr von Heinz Peter Hager, wie es vom Referendum bis zum heutigen Stand kam – und was SIGNA noch für Bozen plant.

Wirtschaftlich sind der Bundesstaat Rheinland-Pfalz und Südtirol in vielerlei Hinsicht verbunden – nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass beide wichtige Weinbauregionen sind. Und man kann voneinander lernen. Deshalb gibt es immer wieder gegenseitigen Austausch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene; zuletzt weilte eine hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation drei Tage in Südtirol. Angeführt wurde die Delegation von der Staatsministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau; dazu gehörten Spitzenvertreter der Rheinland-Pfälzischen Verwaltung, der deutsch-italienischen Handelskammer AHK sowie etliche Unternehmer.

Der Mittwochvormittag stand im Zeichen der Stadterneuerung. Heinz Peter Hager führte Ministerin Schmitt und ihre Gruppe auf die Baustelle des WaltherPark, die im Bereich Südtiroler/Perathoner Straße längst auf Erdgeschoss-Höhe liegt. Er berichtete von den Anfängen der Planungen 2013, über das Referendum als Ausgangspunkt für das Genehmigungsverfahren, vom Baubeginn, den Schwierigkeiten mit zwei Fliegerbomben, den Asbest-Funden dem Grundwasser im Vorjahr. „Inzwischen liegen wir wieder gut im Zeitplan, die Arbeiten schreiten zügig voran und wir sind zuversichtlich, im Herbst 2024 eröffnen zu können“, erklärte Hager.

Der WaltherPark zeichnet sich durch seine Multifunktionalität aus; er ist viel mehr als ein reines Gebäude: „Wir verändern und verbessern hier ein ganzes Stadtviertel, das viel zu lang sich selbst überlassen und dem Verfall preisgegeben war“, so Hager. Neben einem Einkaufszentrum werden ein Hotel, Gastronomiebetriebe, hochwertige Wohnungen und Büros verwirklicht. Nicht zu vergessen: das neue Verkehrskonzept zur Erschließung der Innenstadt – so vernetzen neue Radverbindungen die Innenstadt mit den angrenzenden Radwegen, der private Autoverkehr wird künftig unterirdisch in und aus den Innenstadtgaragen geführt, die vielbefahrene Bahnhofsallee wird komplett für den Verkehr geschlossen und der Bahnhofspark neu saniert und aufgewertet.

„Hier geht es um die Erneuerung und Modernisierung eines ganzen Stadtviertels, und wir haben noch viel vor“, erklärte Hager und verwies nicht zuletzt auf das Virgl-Pojekt, welches ein Kulturquartier am nahegelegenen Berg mit Seilbahnerschließung vorsieht. Insbesondere Staatsministerin Daniela Schmitt zeigte sich sehr an den SIGNA Projekten interessiert, weil sie ihrerseits in Rheinland-Pfalz einen Schwerpunkt auf  die „Innenstädte der Zukunft“ legt. Auch die Smart City ist dabei ein zukunftsweisendes Konzept.

„Wir konnten in Bozen spannende Einblicke in das Projekt WaltherPark erhalten. Impulse nehmen wir mit nach Rheinland-Pfalz. Denn gerade die Multifunktionalität und das übergreifende Konzept von Handel, Gastronomie, Wohnungs- und Bürogebäuden bis hin zum Verkehrskonzept für Rad- und Autoverkehr klingt sehr vielversprechend. Hier wurde ein ganzheitlicher Blick vorgenommen, der das Stadtviertel zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort mit hoher Lebensqualität entwickeln wird und das mitten in der City. Das Neben- und vor allen Dingen Miteinander der verschiedenen Branchen und Nutzungen ist auch aus meiner Sicht zentral für moderne und attraktive Innenstädte der Zukunft“, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.

 

Im Bild die Delegation aus Rheinland-Pfalz mit Staatsministerin Daniela Schmitt und Heinz Peter Hager auf der Baustelle des WaltherPark (6. und 7. von rechts)

Von: luk

Bezirk: Bozen

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