Barolo gilt als Top-Weingegend

Weinberge bei Barolo kosten mehr als Karibikinsel

Sonntag, 07. April 2019 | 12:43 Uhr

Weinberge in der italienischen Weingegend um die Gemeinde Barolo kosten durchschnittlich mehr als eine Karibikinsel. Der Preis für einen Hektar Weinberg zur Produktion der piemontesischen Weinsorte kreisen um die 2,5 Millionen Euro pro Hektar, geht aus Angaben des italienischen Landwirtschaftsverbands Coldiretti hervor, während in Verona am Sonntag die Weinmesse “Vinitaly” eröffnet wurde.

Der Preis sei höher als jener einer Karibik-Insel, die man mit circa zwei Millionen Euro erwerben könne, berichtete Coldiretti. Ein Hektar Weinberg zur Produktion von Brunello di Montalcino oder des Prosecco kostet ungefähr eine Million Euro. Auch in Trentino Südtirol können Weinberge bis zu einer Million Euro kosten.

Preisgünstiger sind andere Gebiete, in denen italienische Qualitätsweine produziert werden. Ein Hektar Weinberg im lombardischen Franciacorta kostet rund 300.000 Euro, in der Chianti-Gegend circa 200.000 Euro.

Italien ist weltweit der größte Weinproduzent. 650.000 Hektar Weinberge zählt man im Land. Der Weinkonsum in Italien generiert einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro. 55 Mio. Hektoliter Wein produzierten die italienischen Weinbauern im vergangenen Jahr. Dies entspricht dank der guten Ernte einem Wachstum von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Die Weinernte in Österreich betrug zuletzt 2,75 Mio. Hektoliter.

20 Millionen Hektoliter italienischer Wein wurden im Ausland verkauft. Der Exportwert kletterte auf ein Rekordhoch von 6,2 Mrd. Euro. Damit lag Italien erneut auf Platz zwei im Ranking der weltweit umsatzstärksten Weinexporteure hinter Frankreich. Im vergangenen Jahr stiegen Italiens Weinexporte um 3,3 Prozent. Im letzten Jahrzehnt kletterten sie sogar um 70 Prozent in die Höhe.

Von: apa