David Malpass sorgt sich um die ärmsten Länder

Weltbank bereitet 170-Mrd.-Paket für arme Länder vor

Montag, 18. April 2022 | 22:59 Uhr

Die Weltbank bereitet ein Hilfspaket in Höhe von 170 Milliarden Dollar (157 Milliarden Euro) vor, um armen Ländern bei der Bewältigung einer Vielzahl globaler Krisen zu helfen. “Ich bin sehr besorgt um die Entwicklungsländer”, sagte Weltbank-Präsident David Malpass am Montag zum Auftakt der Frühjahrstagung seines Instituts. Der Ukraine-Krieg verschärfe die Preissteigerungen bei Energie, Lebensmitteln und Düngemitteln, hieß es.

Der neue Finanzrahmen über 170 Milliarden Dollar soll laut Malpass eine Laufzeit von 15 Monaten haben und auf dem 157 Milliarden schweren Corona-Hilfsfonds der Weltbank aufbauen, der im Juni des vergangenen Jahres ausgelaufen war. Ziel sei es, rund 50 Milliarden Dollar aus dem Paket in den kommenden drei Monaten bereitzustellen.

Malpass warnte vor den Auswirkungen von hoher Staatsverschuldung und Inflation für das globale Wachstum. Die Weltbank rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum von 3,2 Prozent. Im Jänner hatte sie noch ein Wachstum von 4,1 Prozent prognostiziert.

60 Prozent der ärmsten Länder der Welt befänden sich bereits in einer Schuldenkrise oder seien davon bedroht, sagte Malpass. In der vergangenen Woche hatte der Weltbank-Präsident Verbesserungen beim gemeinsamen Rahmen der G20 zur Umschuldung gefordert.

Die Finanzminister der G20 kommen am Mittwoch am Rande der Frühjahrstagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington zusammen. Erwartet wird, dass auch Vertreter Russlands per Videokonferenz an einigen der Sitzungen im Rahmen des G20-Treffens teilnehmen.

Ein ranghoher Vertreter des US-Finanzministeriums kündigte am Montag an, dass US-Finanzministerin Janet Yellen in diesem Fall diesen Sitzungen fernbleiben werde. Wie aus französischen Regierungskreisen verlautete, erwägen auch Vertreter anderer Industrienationen einen Boykott der Sitzungen mit russischen Vertretern.

Den Angaben aus Washington zufolge will sich Yellen zudem für mehr wirtschaftlichen Druck auf Russland einsetzen. Der Ukraine-Krieg zeige, dass “die größten Wirtschaftsnationen der Welt zusammenstehen müssen, um die internationale Ordnung zu verteidigen und Frieden und Wohlstand zu schützen”, hieß es aus dem Ministerium.

Von: APA/AFP/Reuters

Kommentare

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3 Kommentare auf "Weltbank bereitet 170-Mrd.-Paket für arme Länder vor"


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Tina1
Tina1
Superredner
1 Monat 10 Tage

Hilft gleich viel wie das bisher bereitgestellte und gespendete.😠

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 9 Tage

Was erwartest du denn? Wenn die reichen Länder weiterhin die armen ausrauben dann passiert natürlich nicht viel!
https://www.deutschlandfunk.de/ausbeutung-in-afrika-tom-burgis-analysiert-die-100.html

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

bereitet dieses geld besser für den aufbau in europa vor…dort wird es dringend benötigt!
der russe wird sich drücken reparatinszahlungen zu tätigen!!

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