Die weltweiten Börsengänge stiegen zum Jahresauftakt kräftig

Weltweit wagten mehr Firmen den Sprung aufs Börsenparkett

Montag, 29. März 2021 | 12:11 Uhr

Trotz Coronakrise und konjunkturell teils erheblicher Auswirkungen haben die weltweiten Börsengänge (IPO) im ersten Quartal kräftig zugelegt. Insgesamt wagten 391 Unternehmen den Sprung aufs Börsenparkett, und damit 68 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen kletterte um 223 Prozent auf 91,8 Mrd. US-Dollar (77,9 Mrd. Euro), so das Beratungsunternehmen EY. In Österreich herrschte diesbezüglich Flaute: Zum Jahresauftakt gab es keinen einzigen IPO.

Dafür habe es hierzulande aber starke Listings-Aktivitäten bei den Anleihen gegeben, räumte EY am Montag in einer Aussendung ein. Mit mehr als 1.400 Neulistungen sei das erste Quartal 2021 das historisch bisher beste Quartal gewesen.

Bei Börsengängen wurde weltweit das stärkste Wachstum in Europa registriert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der Börsengänge um 240 Prozent auf 68 und das Emissionsvolumen gar um den Faktor 17 auf 20,1 Mrd. US-Dollar. Auch in den USA entwickelte sich das IPO-Geschehen sehr dynamisch. Während sich die Zahl der IPOs an den US-Börsen auf 82 mehr als verdreifachte, kletterte das dabei erzielte Emissionsvolumen von 7,2 auf 37,0 Mrd. US-Dollar.

Die meisten Börsengänge hingegen wurden erneut in China (einschließlich Hongkong) registriert. Dort wagten 134 Unternehmen den Börsengang, 52 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Emissionsvolumen stieg um 73 Prozent auf 22,7 Mrd. US-Dollar. Der größte Börsengang des bisherigen Jahresverlaufs fand zudem in Hongkong mit dem IPO der Kurzvideo-Plattform Kuaishou Technology (6,2 Mrd. Dollar) statt.

Jeder vierte Börsengang weltweit entfiel auf einen Technologie-Anbieter. Mit 37,4 Mrd. US-Dollar vereinten die Tech-Unternehmen sogar 41 Prozent des weltweiten Emissionsvolumens auf sich.

Von: APA/awp/sda