Daten des ASTAT zum Jahr 2020

Weniger Arbeitnehmer in der Pandemie – Lohn bleibt fast gleich

Donnerstag, 29. September 2022 | 11:07 Uhr

Bozen – Das Landesinstitut für Statistik ASTAT veröffentlicht die Daten zu den abhängig Beschäftigten und zu den Entlohnungen in der Südtiroler Privatwirtschaft im Jahr 2020.

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Laut Verwaltungsarchiv des NISF sind im Jahr 2020 in Südtirol 192.382 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft beschäftigt.

Die durchschnittliche Jahresbruttoentlohnung beläuft sich im Jahr 2020 auf 30.601 Euro und ist inflationsbereinigt gegenüber 2015 und 2019 um 0,2 bzw. 0,7 Prozent gestiegen.

Die realen Lohnanstiege beschränken sich jedoch auf einige wenige berufliche Qualifikationen. Vor allem der Sektor Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie ist von der Pandemiekrise betroffen.

Mit der Pandemiekrise 2020 ist ein Rückgang der Zahl der abhängig Beschäftigten in der Privatwirtschaft zu verzeichnen (-4,8 Prozent gegenüber 2019). Im Vergleich zu 2015 bleiben die realen durchschnittlichen Jahresentlohnungen im Jahr 2020 in etwa unverändert (+0,2 Prozent) und die Veränderung ist nur für Arbeiterinnen und Arbeiter positiv.

Fast kein Anstieg der realen durchschnittlichen Bruttojahresentlohnung

Im Jahr 2015 beläuft sich die durchschnittliche Bruttojahresentlohnung in der Südtiroler Privatwirtschaft auf 28.773 Euro, während sie im Jahr 2020 bei 30.601 Euro liegt. Dies entspricht einem nominalen Anstieg von 6,4 Prozent. Der inflationäre Wertverlust ist im beobachteten Fünfjahreszeitraum mit 6,1 Prozent niedriger, wodurch sich eine sehr geringe inflationsbereinigte Steigerung ergibt (+0,2 Prozent).

Mehr weibliche Führungskräfte

Im Vergleich zu 2015 gibt es im Jahr 2020 einen Anstieg bei allen beruflichen Qualifikationen, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Bei den Frauen ist vor allem der Anstieg bei den Führungskräften bemerkenswert (+24,1 Prozent; nach Abzug der demografischen Dynamik: +22,0 Prozent).

Wird das Jahr 2019 betrachtet, so ist festzustellen, dass abgesehen von den leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, alle anderen Berufsgruppen schrumpfen, insbesondere die Arbeiterinnen und Arbeiter (-7,3 Prozent; nach Abzug der demografischen Komponente: -7,8 Prozent).

Bei den weiblichen Führungskräften hingegen, ist im Vergleich zu 2019, trotz der Pandemie ein positiver Trend zu verzeichnen (+6,3 Prozent; ohne Berücksichtigung der demografischen Komponente: 6,0 Prozent)

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Rationalist
Rationalist
Grünschnabel
2 Monate 3 Tage

2015 habe ich noch deutlich weniger für viele Dinge gezahlt. Eine Inflation von nur 6,1% wäre herrlich

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 3 Tage

Da hast du auch noch weniger verdient und damit verrechnet sich ein Teil der Inflation.

Superredner
2 Monate 3 Tage
@N. G. statistische Mittel kennt ihr oder und wie sich die Inflation berechnet? Die Inflationsangaben der jeweiligen staatlichen Ämter, spiegeln die Inflation nicht über den Geldwert, sondern wird anhand der Kaufkraft in allen Sparten bemessen. Österreich hat diese Statistik erst herausgegeben, unwichtige Sparten wie Luxusgüter, Automobile (Neufahrzeuge) und Urlaub drückten die insgesamt Inflationsrate, weil sie gleich gewichtet werden wie Nahrung, Wohnen und Energie. Jedoch lag bei den letzteren 3 Wirtschaftsbereichen diesjährige Inflation in AT bei circa 19.0 %. Ein wichtiger Faktor für mich als Anleger ist Gold, Silber, Palladium, wenn für Edelmetalle (Gold 2009 – 22€ je Gramm, Gold 2022… Weiterlesen »
N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 3 Tage

@Kingu Ist mir bekannt. Dann hast du im Bericht wohl überlesen, dass es verrechnet wird. Inflation MINUS Lohnsteigerung, wenn auch nur kleine. Viel Spass beum Rechnen, ausser man würde den Bericht auch LESEN, da stehts nämlich. Grins
Urkomisch, dass es nach den Dislike Drückern so viele gibt die das nicht verstehen bzw. sich die Sachlage nicht bewußt sind.

Superredner
2 Monate 2 Tage
@N. G. du bist nur wieder einmal hinter dem Monat, wir befinden uns nicht in Österreich oder Deutschland, wo jeweilige Branchen wie IG Metall usw. sich in Organisieren und für die ganze Industrie Lohnerhöhungen aushandeln. In Italien werden viele außer bei einem Wechsel der Position/Beförderung keine Lohnerhöhung die letzten 5 Jahre mindestens erhalten haben. Bruttojahreslöhne und BIP pro Kopf werden per Mittelwert und nicht Median berechnet, entsprechend heißt eine Erhöhung des Mittelwertes des Bruttolohns nicht, dass der durchschnittliche Arbeiter diese erhalten hat. Nicht gewichtete mathematische Mittel haben ein entsprechendes Problem, sollte dir bekannt sein? Eine nicht Median berechnete Statistik ist… Weiterlesen »
diskret
diskret
Superredner
2 Monate 3 Tage

Wieso brauchst überhaupt diese Gewerkschaften die nur bla bla reden

sophie
sophie
Kinig
2 Monate 3 Tage

Keiner von den Gewerkschaften setzt sich in der Politik für mehr Gehalt ein, immer nur blablablaaa….
Es ist höchst an der Zeit nicht nur Steuererklärungen und Rentengesuche erledigen und Jahresbeiträge kassieren, vielleicht auch mal für mehr Lohn einsetzen

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
2 Monate 3 Tage

der Lohn ist real um 10% gesunken und es kommt noch dicker für den Mittelstand das es bald nicht mehr geben wird

sarkasmus
sarkasmus
Tratscher
2 Monate 3 Tage

Jetzt nicht solidaritätsmüde werden

Nico
Nico
Superredner
2 Monate 3 Tage

Es isch oanfoch zum kotzen dass insre Gewerkschaften & Politiker in dieser Richtung nix auf die Reihe kriegen!! In Deutschland & Österreich hört man durchwegs von lohnverhandlungen die, wenn sie nicht positiv ausgehen, gestreikt wird und dann klappts immer!! Bei uns seit Jahren null komma Null!!! 😬

sophie
sophie
Kinig
2 Monate 3 Tage

👍👍👍👍

Savonarola
2 Monate 3 Tage

@ nico

Schuld sind nicht die Gewerkschaften, sondern jene Genossenen Arbeitnehmer, die sich nicht am Streik beteiligen, weil ihnen dann Lohn entgeht, und so die kämpfenden Gewerkschaften im Regen stehen lassen. Sou schauggs aus.

Suedtirolhans
Suedtirolhans
Grünschnabel
2 Monate 3 Tage

Kleine Korrektur am Rande: Löhne für den Normalbürger bleiben natürlich die gleichen! Für die Elite wird logischerweise alles zeitgleich mit der Pandemie angepasst….wäre doch Furchtbar wenn Kompatscher und Co. Ihr Mittagessen nicht mehr leisten könnten 😂……

raunzer
raunzer
Superredner
2 Monate 3 Tage

Ich lach mich krumm!! Wir gehen Ende 2022 zu und das ASTAT veröffentlicht irgendwelche Zahlen aus dem Jahr 2020.
Frage: Gibt es auch Zahlen über die Produktivität öffentlicher Einrichtungen?

Kongo
Kongo
Grünschnabel
2 Monate 3 Tage

Dieser Bericht ist eigentlich umsonst.

Grünschnabel
2 Monate 3 Tage
Das es weaniger Arbeitnehmer gib isch koan Wunder. Zohlts die Leit ordentlich, donn fenden sich a guater Orbeitnehmer in Suedtirol. Italien isch is oanzigschte Lond in Europa wo seit 1993 die Loehne im Eu-Vergleich zruggongen sein…. Und die Gewerkschaften megen vielleicht aktuell guat sein oder a net, in die letzten 10-15 Johr hoben de ober olles wichtige verschlofen, wos Kollektivverträge ungeat und hobem sich in Rom unten bei ihre Versommlungen die Wampen vollgschlogen……. I frog mi olm wieder wieso i de Beiträg zohlen soll? Und zohl donn, weil i dor Onsicht bin, dass es a Gewerkschoft in an Sozialstoot holt… Weiterlesen »
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