FH: "Kein Dorf sollte in Südtirol ohne Nahversorger sein"

Werden “Tante-Emma-Läden” genug gefördert?

Montag, 06. Juli 2015 | 11:58 Uhr

Bozen – Vor einem Jahr wurde eine Förderung der „Tante-Emma-Läden“ eingeführt. Ziel dieser Förderung ist es, längerfristig eine flächendeckende Nahversorgung in allen Landesteilen – vor allem in der Peripherie – zu garantieren.

Nach einem Jahr der Einführung wollte Sigmar Stocker von den Freiheitlichen  wissen, wie dieses Angebot angenommen wurde.

Das Ergebnis erachten die Freiheitlichen als positiv: Für die Förderung gab es 69 Ansuchen, davon wurden 15 Ansuchen abgelehnt. „54 Ansuchen wurden somit in  41 Gemeinden positiv behandelt“, stellen die Freiheitlichen fest.

Insgesamt gab man für die Geschäfte 543.500 Euro an Förderungen aus.

Zusätzliche Dienste anbieten

„Für uns ist es wichtig, dass die Nahversorgung in den Dörfern erhalten bleibt. Gerade in der derzeitigen Diskussion bei den Apothekendiensten in der Peripherie erkennt man die Wichtigkeit der Nahversorgung für die Menschen unseres Landes. Die Besorgung von Medikamenten für ältere Personen in Zusammenarbeit mit Apotheken könnte ein weiterer Dienst der „Tante-Emma-Läden“ sein“, so die Freiheitlichen.

Was früher für die Erschließung der Bergbauernhöfe galt, gilt nun für die Nahversorgung in den Dörfern:

„Unter Landeshauptmann Luis Durnwalder hieß es immer, dass jeder Bergbauernhof eine Zufahrtsstraße bräuchte, um überleben zu können und damit die Leute auf den Höfen bleiben. Nun hat jeder Hof in Südtirol eine Straße und dies ist auch richtig so. Das gleiche kann man auch für die Nahversorgung in den Dörfern sagen: Jedes Dorf in Südtirol soll einen Nahversorgungsbetrieb – einen „Tante-Emma-Laden“ – haben, damit die Menschen in den Dörfern bleiben und die Lebensqualität erhalten bleibt. Diese Förderungen sind sicher ein positiver Beitrag, die Landflucht zu verhindern“, schließt Stocker.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen