Ausschreibungen von sozialen Dienstleistungen

“Wettbewerb und regionale Kreisläufe schließen sich nicht aus”

Freitag, 12. Juni 2015 | 18:13 Uhr

Bozen – Qualität muss garantiert sein, der Preis angemessen und regionale Kreisläufe sollten unterstützt und gestärkt werden. Für SVP-Fraktionsvorsitzenden Dieter Steger sind dies die Elemente, die bei der Auftragsvergabe von sozialen Dienstleistungen berücksichtigt werden sollten. Dies alles aber erst, nachdem die Notwendigkeit einer Ausschreibung festgestellt wurde. Überall dort, wo keine Ausschreibung zwingend ist, soll Regionalität als vorrangiges Kriterium gelten.

Der Südtiroler Landtag hat in seiner jüngsten Sitzung einen Beschlussantrag zur Auftragsvergabe von sozialen Dienstleistungen behandelt. SVP-Fraktionsvorsitzender Dieter Steger meint dazu: „Erste Aufgabe der politischen Entscheidungsträger muss es sein, von Fall zu Fall die Notwendigkeit einer Ausschreibungen zu überprüfen". Er verweist auf die vorgegebenen Richtlinien, die selbstverständlich einzuhalten seien. Erst in einem zweiten Moment sollten dann Kriterien wie Qualität, Regionalität und Preis ausschlaggebend sein. „Grundsätzlich ermöglichen Ausschreibungen einen Wettbewerb und dieser ist in einem liberalen Gesellschaftsmodell sehr wichtig. Ohne Ausschreibungen wird der Markt sehr bald zum Monopolmarkt", sagt Steger. Auch soziale Dienstleistungsunternehmungen, die sich an den vorgeschriebenen Ausschreibungen beteiligen, müssten sich hier anpassen: Sie können ihre Wettbewerbsfähigkeit untermauern und eine entsprechende Qualitätsstratgie fahren. Natürlich müsse es auch dabei weiterhin Ziel der politischen Entscheidungsträger sein, lokale Dienstleister zu unterstützen und so regionale Kreisläufe zu fördern und zu stärken, betont Steger.

Von: ©mk