WhatsApp im Visier der Konkurrenz

WhatsApp sichert Nutzern Schutz der Privatsphäre zu

Donnerstag, 14. Januar 2021 | 10:28 Uhr

Nach dem Wirbel um Datenschutz-Änderungen bei WhatsApp bemüht sich der Messengerdienst um Schadensbegrenzung. “Das Update beeinflusst in keiner Weise die Vertraulichkeit eurer Nachrichten an Freunde oder Familie”, teilte WhatsApp am Dienstag (Ortszeit) mit. Zuvor hatte es Kritik an der Weitergabe bestimmter Daten an den Mutterkonzern Facebook gegeben, in die Nutzer einwilligen müssen. Daraufhin verzeichneten die Konkurrenten Telegram und Signal Millionen neuer Anmeldungen.

WhatsApp erklärte auf seiner Internetseite unter der Rubrik Sicherheit und Privatsphäre, mit einigen “Gerüchten” aufräumen und Fragen beantworten zu wollen, die nach dem Update an das Unternehmen gerichtet worden seien. Weder WhatsApp noch Facebook könnten “Nachrichten lesen, Anrufe mithören” oder geteilte Standorte sehen. Facebook hatte WhatsApp 2014 gekauft.

Stattdessen gehe es um Unternehmen und Händler, die mit ihren Kunden über WhatsApp kommunizierten, und um die Weitergabe dieser Daten an Facebook. Das soziale Netzwerk kann die Daten wiederum für gezielte Werbung nutzen. Nutzer müssen den Änderungen zustimmen, andernfalls können sie ab dem 8. Februar WhatsApp nicht mehr nutzen.

Für die Europäische Union (EU) und Großbritannien gelten allerdings Ausnahmen bei der Weitergabe von Nutzerdaten. So hieß es in der vergangenen Woche seitens des Unternehmens, die Änderungen beträfen nur die Verbesserung von Unternehmenskonten. WhatsApp teile in Europa keine Nutzerdaten mit Facebook mit dem Ziel, dass der Konzern seine Produkte oder seine Werbung verbessere, hieß es.

Unterdessen profitierten die Konkurrenten von WhatsApp von den Änderungen: Der Messengerdienst Telegram gewann binnen 72 Stunden rund 25 Millionen neue Nutzer hinzu. Die Plattform verzeichnet nach Angaben des russischen App-Gründers Pawel Durow derzeit rund 500 Millionen monatlich aktive Nutzer. WhatsApp hat rund zwei Milliarden Nutzer.

“Die Menschen wollen ihre Privatsphäre nicht mehr für kostenlose Dienste hergeben”, sagte Durow, ohne sich konkret auf WhatsApp zu beziehen. Telegram sei der “größte Zufluchtsort” für diejenigen, die eine private und sichere Kommunikationsplattform suchten, fügte er hinzu. Durow versicherte den Nutzern, dass sein Team “diese Verantwortung sehr ernst nimmt”.

Die Messaging-App Telegram wurde im Jahr 2013 von den Brüdern Pavel und Nikolai Durow gegründet, die auch das russische Online-Netzwerk VKontakte ins Leben gerufen haben. Weil Telegram sich weigert, mit Behörden zu kooperieren und Verschlüsselungen weiterzugeben, ist die App unter anderem in Russland verboten.

Auch der Anbieter Signal verzeichnete etliche Neuanmeldungen – unterstützt von Tesla-Chef Elon Musk, der kürzlich in einem Tweet schlicht schrieb: “Nutzt Signal.” In Indien, dem größten Markt von WhatsApp, verzeichneten beide Apps vergangene Woche rund vier Millionen Neuanmeldungen. Dort versuchte WhatsApp am Mittwoch mit ganzseitigen Tagesanzeigen die Gemüter zu beruhigen und versicherte, Datenschutz sei “Teil unserer DNA”.

Von: APA/dpa

Kommentare

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14 Kommentare auf "WhatsApp sichert Nutzern Schutz der Privatsphäre zu"


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anonymous
anonymous
Universalgelehrter
4 Tage 12 h

Gelöscht

nightrider
nightrider
Superredner
3 Tage 18 h

Dafür hosch sicher den Murks von Telegram installiert.

Pazzoide
Pazzoide
Tratscher
3 Tage 17 h

@nightrider
murks? warum?

Missx
Missx
Kinig
3 Tage 18 h

Habe in Signal investiert und verwende es auch.

Pazzoide
Pazzoide
Tratscher
3 Tage 17 h

ich hoffe, du hast nicht zu viel investiert…

Missx
Missx
Kinig
3 Tage 16 h

@,pazzo
das lass nur meine Sorge sein 😉

Pazzoide
Pazzoide
Tratscher
3 Tage 8 h

@Missx
natürlich 👍

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
3 Tage 17 h

Wer sich Sorgen um seine privaten Daten macht, sollte ganz schnell sein Smartphone ins Klo Spülen und nicht sich an den Bedingungen von Whatsapp oder anderen Apps aufhängen!!

Trina1
Trina1
Tratscher
3 Tage 13 h

@ nuisnix, Whatsapp isch gratis bin ollm skeptisch bei olle Technologien de gratis sein!

Trina1
Trina1
Tratscher
3 Tage 17 h

Mir isch es gleich, frog mi oft wo de Callcenter meine Telefonnummer herhobn!

wouxune
wouxune
Superredner
3 Tage 16 h

Die Goas krahlt so long bis sie letz liegt Whatsapp

Diezuagroaste
Diezuagroaste
Tratscher
3 Tage 13 h

Jeder trägt den ganzen Tag sein Überwachungssmartphone herum. Dazu braucht es kein Whatsapp. 🙊🙉🙈

Namulith
Namulith
Tratscher
3 Tage 13 h

Was wir bei social-media immer gern vergessen:
WIR sind das Produkt!

Pazzoide
Pazzoide
Tratscher
3 Tage 8 h

und unsere daten die währung…

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