Weltbauerntag am 1. Juni

Wichtiges “Nebenprodukt”: Berglandwirtschaft schafft Sicherheit

Dienstag, 31. Mai 2022 | 08:58 Uhr

Bozen – Den Weltbauerntag am 1. Juni und den zugleich begangenen Tag der Milch nimmt der Sennereiverband zum Anlass, ein „Nebenprodukt“ der Berglandwirtschaft in den Fokus zu rücken. „Die Berglandwirtschaft schafft Sicherheit“, betont Obmann-Stellvertreter Georg Egger. Er verweist nicht nur auf die Versorgung mit Lebensmitteln, sondern auch auf die Schutzfunktion bearbeiteter Flächen und die wirtschaftliche Sicherheit im ländlichen Raum.

Nach wie vor sei die Milchwirtschaft das Hauptstandbein der Berglandwirtschaft in Südtirol. „Daran wird sich in absehbarer Zukunft nichts ändern, auch wenn die Bedingungen immer schwieriger werden“, so der Obmann-Stellvertreter des Sennereiverbandes, der auch betont, dass die Landwirtschaft nicht der einzige Sektor sei, der mit immer neuen Problemen zu kämpfen habe. „Die aktuellen Entwicklungen zeigen aber deutlich, wie wichtig es ist, der Milchwirtschaft und mit ihr der Berglandwirtschaft eine Zukunft zu garantieren“, so Egger.

Er weist dabei in erster Linie auf die Ernährungssicherheit hin. „Diese war bis vor wenigen Wochen kein Thema“, so Egger, „die Entwicklungen in der Ukraine, steigende Transport- und Rohstoffkosten und eine immer teurer werdende Energie führen uns aber vor Augen, dass die Verfügbarkeit von ausreichend Nahrungsmitteln keine Selbstverständlichkeit ist“. In Südtirol seien es gerade die Bergbäuerinnen und Bergbauern, die einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisteten. „Sie sind es, die uns mit frischer, qualitativ hochwertiger Milch, entsprechenden Milchprodukten und noch viel mehr versorgen – verlässlich, zu fairen Preisen und auf kürzesten Wegen“, erklärt der Obmann-Stellvertreter.

Dies sei allerdings nur ein Aspekt der Sicherheit, die durch die Berglandwirtschaft geschaffen werde. Ein zweiter liege in der Bearbeitung der Flächen bis in große Höhen und selbst bei extremen Hangneigungen. „Durch die Bewirtschaftung von Wiesen und Wäldern wird der Erosion und Lawinenabgängen vorgebeugt“, erklärt die Direktorin des Sennereiverbandes, Annemarie Kaser. Zudem würden für die Freizeit nutzbare Räume geschaffen und es werde die Kulturlandschaft gepflegt, die das Bild Südtirols präge.

Damit trage die Berglandwirtschaft auch zur wirtschaftlichen Sicherheit im ländlichen Raum bei. „Ohne die Arbeit der Bergbäuerinnen und Bergbauern gebe es den Südtirol-Tourismus in dieser Form nicht“, so Kaser. Darüber hinaus verschaffe die Milchwirtschaft nicht nur rund 4500 Bergbauernfamilien ein Einkommen, sondern generiere zudem allein über die Milchhöfe über 1000 Arbeitsplätze. „Unzählige weitere kommen in den vor- und nachgelagerten Bereichen dazu“, so die Direktorin. Die Berglandwirtschaft sei daher ein Eckpfeiler der Wirtschaft im ländlichen Raum, sie verhindere Landflucht, sorge für stetige Investitionen und trage auch damit zur sozialen und wirtschaftlichen Vielfalt bei.

Die Bedeutung der Berglandwirtschaft solle man deshalb nicht nur am Weltbauerntag vor Augen haben, schließt Obmann-Stellvertreter Georg Egger. „Vielmehr müssen wir uns immer im Klaren sein, dass es die Berglandwirtschaft ist, die den Lebensraum schafft, den wir alle nutzen, und das nicht nur in der Freizeit“, so Egger, der ergänzt: „Südtirol, wie wir es kennen und lieben, gibt es nur dank der Arbeit der Bergbäuerinnen und Bergbauern.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Wichtiges “Nebenprodukt”: Berglandwirtschaft schafft Sicherheit"


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neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
30 Tage 4 h

Es muss halt auch eine gewisse “Nachhaltigkeit” geschaffen werden.
Wir haben hier tausende Ferienwohnungen. Was gar nicht geht ist dass ein Urlauber am Morgen Danonemilch trinkt und Parmalatjogurt isst und dann in den Wald geht und die Pilze abräumt. (als Beispiel)
Da ist einfach keine Stimmigkeit dabei. Es braucht ein Geben und ein Nehmen das zusammenstimmt. 

HausVrstond
HausVrstond
Neuling
30 Tage 3 h

So ein Blödsinn, wo schafft die Berglandwirtschaft!!! Sicherheit, wenn man hauptberuflich arbeiten gehen muss um ein würdiges Einkommen zu haben um damit seinen Hof zu erhalten???? Ihr Vertreter und Politiker, hört doch endlich auf, scheinheilig Argumente aufzuzählen, das ist Schildbürgertum und zeugt von eurer Ferne zur Realität. War gestern einkaufen im Mpreis, dort z.B. gibt es keinen Südtiroler Butter mehr unter 3€ je 250g… und beim Bauern kommt nach wie vor nicht mehr an. Auf was wartet ihr bzw. wie lange wollt ihr noch untätig bleiben??

Tina1
Tina1
Superredner
30 Tage 3 h

Mit Milch und seinen Nebenerzeugnisen, Äppfel und Wein alloan lebt dr Mensch net gsund.

HausVrstond
HausVrstond
Neuling
30 Tage 50 Min

Na sel soubisou, deswegen brauchn mr jo ah zuig aus olle Herrenländer, damit mr inz gsund und billig ernähren kennen. Fleisch und Gemüse bitte nit vrgessn🙈

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