Brüssel rechnet mit höherer Inflation und weniger Wachstum

“Wir fahren durch stürmische Gewässer”

Montag, 11. Juli 2022 | 18:18 Uhr

Der Ukraine-Krieg dürfte sich massiver auf Wirtschaft und Verbraucher in Europa auswirken als bisher vermutet: Die EU-Kommission erklärte am Montag am Rande eines Finanzministertreffens in Brüssel, sie rechne mit einer höheren Inflation und einem geringeren Wirtschaftswachstum als noch vor knapp zwei Monaten. “Wir fahren durch stürmische Gewässer”, betonte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

Am Donnerstag will die Brüsseler Behörde ihre aktualisierte Wirtschaftsprognose vorstellen, nachdem sie erst im Mai ihre Zahlen nach unten korrigieren musste. Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis sagte, wegen der “vielen Unsicherheiten und Risiken” rechne er mit einem noch schnelleren Anstieg der Verbraucherpreise und einem schwächeren Wachstum – vor allem im kommenden Jahr.

Im Juni hatte die Inflation in der Eurozone mit 8,6 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. In ihrer Mai-Prognose ging die Kommission noch von einer Jahres-Inflation von 6,1 Prozent in der Eurozone aus.

Wegen der anhaltenden Energiekrise rechne die EU-Kommission zudem mit einem “sehr begrenzten, reduzierten und verlangsamten Wachstum”, sagte Gentiloni. Im Mai hatte die Kommission für heuer noch ein Konjunktur-Plus von durchschnittlich 2,7 Prozent für die 19 Euro-Länder vorhergesagt.

Von: APA/AFP

Kommentare

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15 Kommentare auf "“Wir fahren durch stürmische Gewässer”"


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primetime
primetime
Kinig
1 Monat 6 Tage

Hausgemacht! Seit Monaten wartet man dass die Russen durch die Sanktionen einknicken aber passiert ist bisher nichts

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 6 Tage

Ganz einfach , man hat den Menschen nicht erklärt wie lange es dauern wird. Jeder der ein bißchen Ahnung von Wirtschaft hat, wusste, es wird lange dauern. Russland wie Inflation!

TirolerSued
TirolerSued
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Im Gegenteil, die kranke EU kränkelt noch mehr und der Risse lacht über soviel Dummheit

Hustinettenbaer
1 Monat 6 Tage

Der schwarze Ritter triumphiert immer… Na gut, einigen wir uns auf unentschieden…
https://www.youtube.com/watch?v=YMZ6FvpvleA

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

so ist es, Europa hat sich selbst ins Knie geschossen. Da können sie lange den schwarzen Peter den anderen zuschieben. Wir bezahlen den Preis für nichts!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 5 Tage

@N.G. Es kann auch noch länger dauern und wäre komplett egal wenn die Politiker vorausdenkend Alternativen zur Abfederung der Inflation bereit hätten.
Es sieht aber so aus als ob man wegen Solidarität auf den Sanktionszug aufspringt, jedoch erst im nachhinein über die Auswirkungen nachdenkt wenn es jedoch schon zu spät ist.
Kurz und knapp, man beißt nicht eine Hand welche einen füttert.
Gas abdrehen? Ok mach das, aber dann MUSS garantiert sein eine Alternative parat zu haben. Gleiches mit anderen Rohstoffen

charlybrown
charlybrown
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Diesen Sturm werden wir auch noch gut überstehen. Wir erhöhen am besten die Löhne für Politiker und Manager und erhöhen die Steuern für die übrigen.

S.d.s.S.
S.d.s.S.
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Koan wunder wenn man fir x-milliarden impfstoffe kaft, dr ukraine woffen und hilfsgüter in millionenwert schenkt, irgendwo muases geld jo hekemmen und nor drucken sie oanfach mehr. und zudem die eigene wirtschoft mit sinnlose sanktionen longsom erdrossellt, wia sollsn do a wirtschoftwachstum geben?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 5 Tage

Mehr Wirtschaftswachstum? Dafür müsste es immer mehr Menschen geben die mehr und mehr verdienen.
Einfaches Beispiel, kaufst du eine Waschmaschine oder gleich 3 Stück? Ok, du hast drei Wohnungen… Kaufst du dann 9 Stück, nur weil du mehr verdienst? Also wird die Wirtschaft im Bereich Waschmaschinen irgendwann nicht mehr steigen. Und nu?
Das System funktioniert nicht mehr!

S.d.s.S.
S.d.s.S.
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@N. G. Asou iatz verstea is die inflation und die sanktionen hom jo gor nix drmit zu tean😂😂 es isch decht schean wenns setta erleuchtete wia. dir gib dei di leit aufklären🤦🤮

Rabe
Rabe
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Hauptsache die Damen und Herren in Brüssel verdienen genug weil die letzten 20 Jahre ist eigentlich nichts besser geworden , nur teurer (Euro ist teuro)

Tina1
Tina1
Superredner
1 Monat 6 Tage

Hilft die Zinsenerhöhung also nicht! 😡

Joosi
Joosi
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Eu und die Amis haben bis jetzt immer die anderen ausgesucht. Bumerang hat sich jetzt umgedreht..

P.H.
P.H.
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

…war nix anderes zu erwarten von Brüssel.

OH
OH
Superredner
1 Monat 5 Tage

Würden die ehrenwerten Politiker sich darauf besinnen, wer sie bezahlt bzw. wer sie wählt und wozu sie da sind , hatten wir diese Probleme nicht. ” Schaden am Volke ” abwehren, das war einmal !!! Heute sind Milliarden bereit zum Verschenken an andere Länder und das eigene Volk weiß nicht mehr wie es über den Monat kommen soll !!!!!

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