Wirecard wollte eigentlich wachsen

Wirecard prüfte Deutsche Bank-Übernahme kurz vor Insolvenz

Mittwoch, 26. August 2020 | 12:15 Uhr

Der Bilanzbetrug rund um den deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard ist um ein Detail reicher. Im vergangenen November hatten Berater von McKinsey eine 40-seitige Präsentation vorgelegt, wie ein Zusammenschluss der Deutschen Bank und Wirecard funktionieren könnte, berichtet die “Financial Times”. Im Juni musste die Wirecard AG Insolvenz anmelden.

Im vergangenen Jahr hatte der damlige Wirecard-Firmenchef und -Miteigentümer Markus Braun offenbar McKinsey beauftragt, Möglichkeiten für eine Übernahme auszuarbeiten. Die Vorbereitungen liefen unter dem Codenamen “Project Panther”. Laut “Financial Times” hätte ein Übername der Deutschen Bank den Wirecard-Managern die Möglichkeit geboten, den jahrelangen Bilanzbetrug zu verschleiern.

Im Juni hatte bereits die Finanznachrichtenagentur Bloomberg über das Projekt “Panther” berichtet. Wirecard nahm 2019 sogar Kontakt zu den Kollegen in Frankfurt auf. Die Deutsche Bank habe die Vorgespräche aber schnell beendet.

Von: apa

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